Bestes Wetter für Mauersegler und Mehlschwalben!

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Grafik: Publicgarden M. Schäf, iStock by Getty Images

Update zur Aktion Zählung der Gartenvögel

Berlin/Düsseldorf – Ihn überflügelt so leicht keiner: Der Haussperling wurde auch bei der 18. „Stunde der Gartenvögel“ am vergangenen Wochenende bundes- wie landesweit am häufigsten gesichtet. Danach folgen in Nordrhein-Westfalen wie im Vorjahr Amsel, Kohlmeise und Blaumeise. Bundesweit ist der Star auf den vierten Platz geflogen. In NRW wurden durchschnittlich 30,9 Vögel pro Garten oder Park gemeldet, das entspricht in etwa den Zahlen der Vorjahre. Bundesweit wurden 32,2 Vögel pro Garten gesichtet.

„Bei wirklich gutem Wetter wurden uns bereits knapp eine Million Vögel gemeldet, davon bisher in NRW rund 160.000. Und dabei gab es auch einige Überraschungen“, sagt Christian Chwallek, stellvertretender Vorsitzender des NABU NRW. Deutlich im Plus im Vergleich zum Vorjahr liegen in NRW Nachtigallen mit 86 Prozent und der Kuckuck mit 93 Prozent. Hier spielen günstige Bedingungen im afrikanischen Überwinterungsgebiet sicherlich eine große Rolle. Zudem seien die Nachtigallen in diesem Jahr etwas später zurückgekommen, daher noch voll in der Balz und so häufiger zu hören als sonst üblich Mitte Mai. Aber auch das Sommergoldhähnchen mit 70 Prozent und der Zilpzalp mit 63 Prozent wurden wesentlich häufiger in unseren Gärten gesichtet als im vergangenen Jahr.

Mausersegler. Foto: D. Erlenbach
Mausersegler. Foto: D. Erlenbach

Mauersegler kamen auf 75 Prozent mehr als bei der Zählung im vergangenen Mai. „Hier hat vermutlich das sonnige Wetter dafür gesorgt, dass man insbesondere den Mauersegler sehr häufig gesehen und gehört hat. Denn dann sind auch Insekten, die von ihnen gejagt werden, vermehrt in der Luft“, so Chwallek, „Zudem sind die Mauersegler in diesem Jahr etwas später aus ihren Winterquartieren in Afrika zurückgekehrt. Bei der letzten Stunde der Gartenvögel waren sie während des Zählwochenendes schon mit Brüten beschäftigt, während sie jetzt noch mitten in der Balz und daher öfter am Himmel zu sehen sind.“ Gut möglich, dass zudem noch einige Durchzügler auf dem Weg nach Norden etwas länger hiergeblieben sind und so zu dem Mauersegler-Ergebnis beigetragen haben.

Mehlschwalbe. Foto: Kathy Buescher
Mehlschwalbe. Foto: Kathy Buescher

Auch die Mehlschwalbe erreicht mit 39 Prozent mehr als im Vorjahr ihr bestes Ergebnis seit vier Jahren. Aber ob dies möglicherweise eine Trendwende in der Bestandsabnahme der Art markiert, müssen die nächsten Jahre zeigen. Leider gilt dieser positive Trend nicht auch für die Rauchschwalbe. Sie wurde ähnlich häufig wie im Vorjahr gemeldet.

Das Rotkehlchen wurde in diesem Jahr mit 15 Prozentpunkten weniger gezählt als noch im Vorjahr, in dem es als Vogel des Jahres 2021 besondere Aufmerksamkeit erhielt. Trotzdem wurde es in Nordrhein-Westfalen noch in zwei von drei Gärten beobachtet.  Nach wie vor ist es damit eines unserer häufigsten Gartenvögel. Die Blaumeise kann, mit einem Minus von neun Prozent nicht an die letztjährige Zählung anschließen. „Und dies, obwohl es in diesem Jahr deutlich weniger Verdachtsfälle von Erkrankungen mit dem Bakterium Suttonella ornithocola gibt, welches in den vergangenen Jahren das Blaumeisensterben verursacht hat“, sagt Jonas Brüggeshemke, Sprecher des Fachausschusses Ornithologie im NABU NRW.

Rotkehlchen. Foto: Kathy Buescher
Rotkehlchen. Foto: Kathy Buescher

Das gute Wetter sorgte zwar für häufigere Sichtungen einiger Arten, hat aber verbunden mit den wegfallenden Einschränkungen der letzten Jahre der „Stunde der Gartenvögel“ offenbar starke Konkurrenz beschert. Weniger als die Hälfte an Teilnehmenden und Meldungen der Vorjahre sind bis jetzt beim NABU eingegangen. In NRW sind die Teilnehmerzahlen gar um zwei Drittel eingebrochen. Hier dürfte die zeitgleich laufende Landtagswahl sicherlich entscheidend zu beigetragen haben. Daher hoffen die Ornithologen darauf, dass in den kommenden Tagen noch viele Meldungen nachgereicht werden. Denn das ist noch bis zum 23. Mai möglich unter www.stundedergartenvoegel.de.  Noch bis 20. Mai läuft für kleine Vogelfreunde die „Schulstunde der Gartenvögel“. Weitere Informationen dazu unter www.NAJU.de/sdg.

Die „Stunde der Gartenvögel“ ist eine wissenschaftliche Mitmachaktion von NABU und seinem bayerischen Partner LBV (Landesbund für Vogelschutz) und findet seit 2005 jedes Jahr am zweiten Maiwochenende statt. Jeder kann mitmachen und die Vögel zählen, die er oder sie im Laufe einer Stunde sieht oder hört.

Podcast zur Stunde der Gartenvögel 2022!

Hier verlinken wir euch den Flyer, Meldebogen und die Zählhilfe zur Stunde der Gartenvögel, zeigen euch die 40 häufigsten Gartenvögel und geben euch Antworten zu oft gestellten Fragen rund um die Gartenvögel-Zählaktion. Viel Spaß beim Lesen und Klicken!

Mit einem Klick zum Flyer und Meldebogen

Klick hier für die Zählhilfe!

Hier sind die 40 häufigsten Gartenvögel im Portrait

Häufig gestellte Fragen zur Aktion
„Stunde der Gartenvögel“

1. Warum findet die Stunde der Gartenvögel an mehreren Tagen und im Frühjahr statt?

Der Beobachtungszeitraum umfasst drei Tage an einem Wochenende, damit möglichst viele Menschen teilnehmen und sich an einem dieser Tage für eine Stunde dem faszinierenden Hobby der Vogelbeobachtung widmen können. Das Frühjahr hat sich als gute Zeit zur Beobachtung erwiesen. Die Zugvögel sind aus ihren Winterquartieren zurück und sind in unseren Gärten auf Nahrungs- und Partnersuche.

2. Warum führt der NABU die großen Gartenvogelzählungen im Januar und Mai durch?

Ziel dieser bundesweit durchgeführten Aktionen ist eine möglichst genaue Momentaufnahme der Vogelwelt im menschlichen Siedlungsraum, also in Gärten und Parks, Städten und Dörfern. Die Zählung im Mai (Stunde der Gartenvögel) gibt dabei Aufschluss über den Brutbestand, die Januar-Zählung (Stunde der Wintervögel) dagegen über den Mittwinterbestand und Änderungen des Zugverhaltens. Im Laufe eines Jahres verändert sich die Vogelwelt in unseren Gärten grundlegend. Die Vögel, die bei uns im Winter an der Futterstelle zu sehen sind, sind meist nicht dieselben wie die Vögel, die im Mai bei uns brüten.

Außer den eigentlichen Ergebnissen der Zählung ist es genauso wichtig, dass Bürger:innen bei diesen Aktionen die Möglichkeit bekommen, aktiv bei der Erarbeitung wissenschaftlicher Erkenntnisse mitzuwirken. Gleichzeitig möchte der NABU mit den Aktionen möglichst viele Menschen für die Natur vor ihrer Haustür begeistern. Nur was man kennt, schützt man auch. Je mehr Menschen den Wert ihrer Gärten und Hinterhöfe als „Mini-Naturschutzgebiete“ erkennen, desto besser für die Natur und ihre Gartenvögel.

3. Was macht der NABU mit den Ergebnissen?

Die Entwicklung der Zählergebnisse der Stunde der Gartenvögel kann jede:r direkt live im Internet verfolgen. Das wichtigste Ergebnis ist für jede Art die Zahl der durchschnittlich pro Stichprobe („Garten“) beobachtete Individuenzahl. Diese kann mit anderen Arten, zwischen verschiedenen Regionen und – besonders spannend – über eine längere Zeitreihe hinweg verglichen werden.

So lassen sich Trends zur Häufigkeit der Arten im Siedlungsraum erkennen. Aussagekräftig ist außerdem die Antreffwahrscheinlichkeit einer Art, also der Anteil der Gärten, in denen eine bestimmte Art beobachtet werden konnte. Einige Zusatzfragen zu den Beobachtungsumständen und zu den Eigenschaften des Zählortes ergänzen den Datensatz und erlauben weitere Analysen. Nicht möglich ist jedoch, aufgrund der Zählergebnisse die absolute Zahl der Vögel einzelner Arten zu ermitteln. Der Grund dafür ist der unbekannte Anteil zwar anwesender aber nicht erfasster Vögel – eine Einschränkung, die genauso für andere Monitoringprogramme gilt.

Eine Auswertung bisheriger Ergebnisse hat der NABU in einer Broschüre veröffentlicht.

4. Vögel zählen allein ist kein Naturschutz. Was tut der NABU noch, um Vögeln zu helfen?

Das Zählen der Vögel ist eigentlich schon der zweite Schritt zum Vogelschutz. Der erste Schritt ist das Kennenlernen und bewusste Wahrnehmen der Vögel. Dass die Zählaktionen dazu beitragen, beweist die Tatsache, dass Menschen, die wiederholt an den Zählungen teilnehmen, mehr Vögel erkennen und melden können. Auch eine Studie an bayerischen Schüler:innen hat nachgewiesen, dass Kinder, die an der Stunde der Wintervögel oder der Stunde der Gartenvögel teilgenommen haben, deutlich mehr Vögel kennen als andere Kinder.

Durch die Zählungen finden wir heraus, um welche Arten wir uns besonders kümmern müssen. Für diese Arten entwickeln NABU und LBV besondere Programme: „Gönn dir Garten“ heißt die aktuelle Gartenkampagne des NABU, unter dem Titel „Schwalbenfreundliches Haus“ werden bundesweit Häuser und Höfe mit besonders vielen Schwalbennestern prämiert und im Programm „Lebensraum Kirchturm“ wurden bereits über 1.000 Kirchen für den Schutz von Mauerseglern, Turmfalken, Schleiereulen, Dohlen und Fledermäusen vom NABU beraten und ausgezeichnet.

Am wichtigsten ist aber, dass jede:r Teilnehmer:in durch die Aktionen dazu motiviert wird, den eigenen Garten oder Hinterhof als „Mini-Naturschutzgebiet“ vogelfreundlich zu gestalten.
Umfangreiche Tipps dafür gibt es unter www.nabu.de/vogelgarten.

Sowohl für die Wissenschaft als auch für den Naturschutz bleibt daher zu wünschen, dass die Teilnehmer:innenzahlen in den kommenden Jahren weiter ansteigen.

5. Die Gartenvögel wurden bereits im Januar bei der „Stunde der Wintervögel“ gezählt. Warum jetzt noch einmal im Mai?

Die Zählung im Mai (Stunde der Gartenvögel) gibt Aufschluss über den Brutbestand der Vögel, die Januar-Zählung (Stunde der Wintervögel) dagegen über den Mittwinterbestand und Änderungen des Zugverhaltens. Im Laufe eines Jahres verändert sich die Vogelwelt in unseren Gärten grundlegend. Die Vögel, die bei uns im Winter an der Futterstelle zu sehen sind, sind meist nicht dieselben wie die Vögel, die im Mai bei uns brüten.

Im Mai sind unsere Gartenvögel meist stationär, weil sie an ihre Nester und Reviere gebunden sind. Im Winter streifen sie oft weit umher und finden sich dort ein, wo es gerade viel zu fressen gibt. Die meisten Wintervögel sind in unseren Gärten nur Gäste: Sie kommen entweder aus Ländern im Norden und Osten und sehen in Deutschland bereits den warmen Süden, oder sie kommen aus anderen Teilen Deutschlands in unsere Gärten, z.B. aus den Mittelgebirgen und den Wäldern.

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Grafik: Publicgarden M. Schaef, iStock by Getty Images

6. Wo soll ich die Vögel zählen?

Wichtig ist, dass sich dein Zählort im Siedlungsraum befindet. Am besten zählst du dort, wo du wohnst: im Garten, im Hinterhof, vom Balkon oder Fenster aus. Wenn du es bevorzugst, kannst du auch im nächsten Park zählen. Manche Wohnorte sind dabei sehr ausgefallen, denn auch der Wetterwart auf der Zugspitze oder Bewohner:innen einer Hallig im Wattenmeer können die Vögel um sich herum zählen, was die lange Liste der jedes Jahr gemeldeten Vogelarten erklärt, die man nicht in typischen Gärten vermuten würde.

Bitte zähle möglichst jedes Jahr am gleichen Ort, denn dadurch werden die Ergebnisse noch aussagekräftiger. Wer umzieht, muss natürlich nicht zurück zum alten Garten, um dort die Vögel zu zählen. 

7. Darf ich nur die Vögel in meinem Garten zählen?

Nein, du solltest alle Vögel zählen, die du von deinem Zählpunkt aus sehen oder hören kannst – solange du diese bestimmen kannst. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Vogel in deinem Garten sitzt oder im Nachbargarten oder auf dem Dachfirst des übernächsten Hauses. Du darfst dabei auch Vögel erfassen, die lediglich über dir hinwegfliegen. 

Mit „Zählpunkt“ meinen wir übrigens nicht, dass du eine Stunde lang auf einem Fleck stehen musst. Du darfst durchaus durch deinen Garten laufen und verschiedene Blickwinkel testen, unternimm aber bitte keine größeren Spaziergänge durch die Nachbarschaft. 

Wichtig ist auch, dass du deine Zählung möglichst jedes Jahr auf die gleiche Art und Weise durchführst. Hast du bisher immer nur durch ein Wohnzimmerfenster beobachtet, dann tu dies am besten auch weiterhin so.

8. Sollen auch Jungvögel mitgezählt werden oder nur erwachsene Vögel?

Bei der Stunde der Gartenvögel sollen alle Vögel gezählt werden, die man hören oder sehen kann. Wir machen aber eine Ausnahme: Jungvögel sollen erst dann gezählt werden, wenn sie das Nest verlassen haben. Denn solange sie noch im Nest sind, kann man sie zwar oft hören, aber man kann sicherlich nicht die Zahl der Jungen im Nest feststellen, – und niemand sollte dazu verleitet werden, die Vögel am Nest zu stören, nur um die Zahl der Jungvögel zu ermitteln. Sobald man Vögel außerhalb des Nestes beobachtet, können sie also gezählt werden, ohne dass es notwendig wäre, Jungvögel von Altvögeln zu unterscheiden, was nämlich nicht immer ganz einfach ist.

9. Warum soll ich nur im Garten oder in einem Park zählen?

Die Beschränkung auf den Siedlungsbereich – also Gärten, Parks, Friedhöfe, aber auch Innenhöfe oder Balkone – entspricht der Schwesteraktion „Stunde der Wintervögel“ im Januar. Im Mittelpunkt beider Aktionen stehen die häufigeren Vögel rund um Haus und Garten, über deren Bestände wir zum Teil weniger genau Bescheid wissen als über manche Seltenheit in der Vogelwelt. Damit die Ergebnisse auf Städte und Dörfer als eigene Lebensräume bezogen werden können, heißt das: Bitte wirklich nur dort und nicht im Wald oder in der Feldflur die Vögel zählen.

Der Luftraum zählt übrigens dazu. Ein Vogel muss sich nicht im Garten oder am Futterhäuschen niederlassen, es zählt auch, wenn er vorbei- oder darüberfliegt.

10. Ich entdecke nicht alle Vögel und manche kann ich auch nicht bestimmen. Macht es trotzdem Sinn mitzumachen?

Ja, auf jeden Fall! Jede:r Teilnehmer:in, auch der/die größte Vogelexpert:in, übersieht immer einen Teil der anwesenden Vögel. Bei manchen Beobachter:innen sind das mehr, bei manchen weniger Vögel. Deshalb ist es auch nicht das Ziel der Aktion, alle anwesenden Vögel in den Gärten zu erfassen. Stattdessen wollen wir wissen, wieviele Vögel von den Teilnehmer:innen entdeckt werden können. Da wir annehmen können, dass der Anteil übersehener Vögel in jedem Jahr gleich groß ist, können wir daraus trotzdem sehr gut ableiten, ob Vögel häufiger oder seltener geworden sind.

Wir könnten nun sagen: Dass du nicht alle Vögel entdecken oder bestimmen kannst, ist kein Problem. Es wäre aber ein Problem, wenn du plötzlich Sachkundige werden und weniger Vögel übersehen würdest. Aber mach dir keine Sorgen: Für alle, die von einem Jahr aufs andere ein:e besserer:e Vogelkenner:in wird, haben wir auch Nachwuchs, der Sachkundige als Teilnehmer:innen ersetzt.

11. Die Vögel fliegen ständig hin und her. Woher soll ich wissen, wie viele es wirklich sind?

Du kannst wirklich unmöglich wissen, wie viele unterschiedliche Vögel einer Art du im Laufe deiner Zählstunde gesehen hast. Das musst du aber auch nicht. Denn wir fragen nicht nach der Gesamtzahl der Vögel, sondern danach, wie viele Vögel einer Art du während deiner Stunde maximal gleichzeitig zu Gesicht bekommen hast. Wie das geht, haben wir in diesem Video anschaulich erklärt.

Am besten machst du Strichlisten für jede Art. Du kannst dafür gerne unsere Zählhilfe verwenden. Download Zählhilfe
Natürlich waren in deinem Garten wahrscheinlich im Laufe der Stunde mehr Vögel einer Art als du uns mit dieser Methode melden kannst. Das macht nichts.

12. Am Morgen sind die Vögel am aktivsten. Der NABU legt aber nicht fest, dass die Zählung am Morgen stattfinden muss. Verfälscht das das Ergebnis?

Nein. Es ist richtig, dass Vögel am Morgen am aktivsten sind. Wenn es dir wichtig ist, dass deine Meldeliste möglichst lang wird, dann solltest du immer am Morgen zählen. Egal zu welcher Tageszeit wirst du aber immer einen Teil der anwesenden Vögel übersehen. Da wir wissen, dass die Verteilung der Zählstunden der vielen Teilnehmenden über den Tageslauf von Jahr zu Jahr genau gleich ist, können wir davon ausgehen, dass der Anteil der übersehenen Vögel von Jahr zu Jahr gleich ist.

13. Ist es schlimm, wenn Vogelarten verwechselt werden?

Wenn du dir nicht sicher bist, lass die betreffenden Vögel bei der Meldung einfach weg und tu so, als hättest du diese gar nicht gesehen. Im Zweifel kannst du Bemerkungen im Kommentarfeld zu deinen Beobachtungen mitsenden.

Wir wissen, dass bestimmte Verwechslungen jedes Jahr zu einem bestimmten Grad auftreten. So werden sicherlich Haus- und Feldsperlinge oder Haus- und Gartenrotschwänze regelmäßig verwechselt und im Winter viele Erlenzeisige als Girlitze bestimmt. Solange sich die Häufigkeit dieser Fehler von Jahr zu Jahr jedoch nicht ändert, hat dies keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ergebnisse. Problematisch wäre das erst, wenn plötzlich von einem Jahr aufs andere ein bestimmter Fehler häufiger oder seltener passiert.  Wir wissen, dass unsere Teilnehmer:innen jedes Jahr etwas besser werden und daher weniger Fehler machen. Dies berücksichtigen wir bei Auswertungen über einen langen Zeitraum.

Nur bei sehr seltenen Vogelarten oder außergewöhnlich großen gemeldeten Zahlen können einzelne Meldungen sichtbare Verzerrungen des Gesamtergebnisses auslösen. Deswegen prüfen wir solche Meldungen immer per Hand, bevor wir sie freischalten. Dafür kann es notwendig sein, dass wir dich für Nachfragen kontaktieren. Schon bei der Eingabe erhältst du einen Hinweis, wenn eine deiner Beobachtungen aus dem üblichen Rahmen fällt. Ist das der Fall, prüfe bitte, ob deine Eingabe stimmt und gib, wenn möglich, ein paar Hinweise zu deiner Beobachtung im Kommentarfeld der Meldung.

14. Ich möchte auch außerhalb der NABU-Aktionen meine Vogelbeobachtungen melden. Wo kann ich das tun?

Es gibt Internet-Portale, bei denen Tausende Vogelbeobachter:innen ihre Entdeckungen melden und dadurch anderen zugänglich machen und für zukünftige wissenschaftliche Auswertungen zur Verfügung stellen. Du kannst dies in Deutschland unter www.naturgucker.de  tun, oder unter www.ornitho.de. Das vom NABU mitgetragene Naturgucker-Portal nimmt außer Vogelbeobachtungen auch deine Feststellungen von Pflanzen, Pilzen und anderen Tierarten entgegen. Das Ornitho-Portal wird vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) getragen. Wähle selbst, welches Portal deinen Bedürfnissen am besten entgegenkommt.

Video: die 10 häufigsten Gartenvögel

Fragen zum Vogelschutz

Wie kann ich Vögel in den Garten locken?

Ein wichtiges Ziel der NABU-Gartenvogelzählungen ist es, euch dazu zu motivieren, etwas für den Schutz der Vögel in eurer Umgebung zu tun, sei es im eigenen Garten, im Hinterhof oder an der Straße vor dem Haus. Tipps für einen vogelfreundlichen Garten

Was mache ich, wenn ich einen toten Vogel gefunden habe?

Bei Funden toter Vögel gilt: Nicht jede tote Amsel ist ein Opfer des Usutu-Virus oder einer anderen Infektionskrankheit. Wenn mehrere tote Vögel an einem Ort aufgefunden werden, sollte aber die örtliche Gesundheits- oder Veterinärbehörde hinzugezogen werden. Tote Vögel – melden oder entsorgen

Und das gibts zu gewinnen!

Preise für die Stunde der Gartenvögel 2022

Natürlich steht die Freude an der Vogelwelt im Vordergrund. Doch die Teilnahme an der Stunde der Gartenvögel kann sich auch auf andere Weise lohnen. Der NABU verlost ein Fernglas als Hauptgewinn.

Zu gewinnen gibt es:

  • 2 x Fernglas „Tringa“ 10 x 42 von www.vivara.de im Wert von je 249€
  • 5 x Nistkasten „Sevilla“ WoodStone 32 mm Grün von www.vivara.de im Wert von je 27,99€
  • 8 x Vogeltränke „Gartenvögel“ von www.vivara.de im Wert von je 14,99€
  • 5 x Buch „Was fliegt denn da? Alle Vogelarten Europas sicher bestimmen“ von Kosmos
  • 5 x Buch  „Mach was für Vögel“ von Kosmos

Herzlichen Dank!

Wir danken den Partnern unserer Aktion für die freundliche Unterstützung und die Bereitstellung der Gewinne.

Vivara ist Hauptsponsor der NABU-Vogelzählaktion „Stunde der Gartenvögel“.