Große Vogelzählung ab dem 09.-12. Mai

Stunde der Gartenvögel 2024 – Foto: Mathias Schäf – Grafik: publicgarden

Machen Sie mit bei der „Stunde der Gartenvögel“, beobachten Sie die Vogelwelt in der Umgebung ab dem 9. bis zum 12 Mai. Vögel der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei tolle Preise gewinnen – all das vereint die „Stunde der Gartenvögel“. Jedes Jahr am zweiten Maiwochenende sind alle Naturliebhaber*innen aufgerufen, Vögel zu notieren und zu melden. 

Melden können Sie ihr Ergebnis noch bis zum 20. Mai.

Hier geht es zum Online-Meldeformular,

20. „Stunde der Gartenvögel“: Tag eins startet mit Minus bei Schwalben

Die große NABU-Zählaktion „Stunde der Gartenvögel“ ist gestartet und erste Trends deuten bereits auf ein Minus bei den Schwalben hin. Woran das liegen könnte und welche Vogelart dem NABU noch Sorgen bereitet: Trends und Zwischenergebnisse im Ticker.

Mehlschwalbe – Foto Peter Trentz – NABU-naturgucker.de

09. Mai 2024 – Jetzt geht es los: Zum 20. Mal startet heute die „Stunde der Gartenvögel“ . Während über das lange Wochenende von Donnerstag bis Sonntag Vögel beobachtet und dem NABU gemeldet werden können, schauen wir an dieser Stelle auf spannende Meldungen, Trends und Effekte, die aus den Meldungen hervorgehen. Also gerne öfter hier vorbeischauen!


Sie haben Vögel gezählt und wollen uns ihr Ergebnis melden? Hier kommen Sie zu unserem Meldeformular.

Und was haben Andere beobachtet und gemeldet? Das zeigt unsere Karte und das Ranking.

20 Jahre „Stunde der Gartenvögel“: Langfristige Trends unter der Lupe…


Erster Trend: Minus bei Schwalben

Der erste Tag der „Stunde der Gartenvögel“ geht zu Ende – und wir freuen uns bereits über mehrere tausend eingagengene Meldungen. Über 120.000 Vögel wurden schon (Stand: 9. Juni, 18 Uhr) gesichtet!

Die Daten sind zwar noch mit Vorsicht zu genießen, erste Trends sind aber schon zu sehen. Was bereits deutlich wird: Schwalben und Mauersegler werden wohl auch 2024 wieder seltener gesichtet als in den Vorjahren. Leider, denn Rauchschwalben (aktuell -40 Prozent), Mehlschwalben (-30 Prozent) und auch Mauersegler (-20 Prozent) gehören zu den Arten, deren Populationen in Deutschland dem NABU schon länger Sorgen bereiten.

Eines der Sorgenkinder der Vogelzählung – der Mauersegler – Foto Axel Aßmann NABU-naturgucker.de

Schwalben und Mauersegler jagen vorrangig Insekten im Flug – und davon gibt es Jahr für Jahr weniger. Wildbienen, Falter, Fliegen und viele andere Fluginsekten leiden unter fehlendem Nahrungsangebot in unserer Agrarlandschaft. Und damit leiden auch die, die Jagd auf sie machen. Hinzu kommt: Mauersegler und auch die beiden Schwalbenarten nisten bevorzugt an oder in Hauswänden, oder unter dem Hausdach, zum Beispiel in Spalten und Mauerlöchern offener Scheunen, Ställe oder Bauernhäusern. Und genau diese Nistplätze werden immer seltener, wenn alte Gebäude saniert, umfangreich gedämmt oder durch Neubauten mit glatten, lückenlosen Fassaden ersetzt werden.

Der in diesem Jahr noch recht deutliche Rückgang könnte auch mit dem Kälteeinbruch Ende April zusammenhängen, denn bei allen drei Arten handelt es sich um Langstreckenzieher. Gerade die Mauersegler mit ihren unverkennbaren „Sri-Sri“-Rufen kehren regelmäßig zwischen April und Mai zurück nach Deutschland. Es könnten also noch einige auf dem Weg zu uns sein, die erst in den kommenden Tagen nach Deutschland zurückkehren.


20 Jahre „Stunde der Gartenvögel“

Mit der großen Citizen-Science-Aktion beobachten wir zusammen mit den vielen Vogelfreund*innen schon seit vielen Jahren die Vogelwelt. Viel auf und ab, aber eben auch: deutlich negative Trends. Welche Vögel in den vergangenen Jahren bei der „Stunde der Gartenvögel“ häufiger oder seltener gesichtet wurden, haben wir uns dabei in diesem Jahr genauer angeschaut. Und zwar hier: 20 Jahre „Stunde der Gartenvögel“.

Große Vogelzählung in diesem Jahr
zwischen Himmelfahrt und Muttertag

06. Mai 2024 – Am langen Wochenende vom 9. bis 12. Mai rufen der NABU und sein bayerischer Partner LBV (Landesbund für Natur- und Vogelschutz) wieder dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu zählen und zu melden.

„Unsere Aktion findet bereits zum 20. Mal statt“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Wir verfügen daher über einen einzigartigen Datenbestand zu den Vogelarten im Siedlungsraum in ganz Deutschland. Das ist ein großer Schatz für den Naturschutz. Denn wir können anhand der festgestellten Bestandstrends Naturschutzmaßnahmen ausrichten und so die Arten gezielt schützen.“

Haussperlinge – Foto Jutta Trentz – www.naturgucker.de

Jede:r kann helfen, Daten zu sammeln, indem er oder sie Vögel zählt, und so den Vogelschutz unterstützt. Wer mitmacht, beteiligt sich an einem der größten Citizen-Science-Projekt Deutschlands. Außerdem macht es Spaß, Vögel kennenzulernen und zu zählen. Zudem ist es auch noch gesund: Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die Beschäftigung mit der Natur und auch Vögel beobachten sich positiv auf die psychische Gesundheit auswirken.

Viele überwinternde Arten haben in diesem Frühjahr zeitig mit dem Brüten angefangen, da es früh schon recht warm war. Wir könnten also bei der Stunde der Gartenvögel möglicherweise mehr Jungvögel sehen als in anderen Jahren. Bei Haussperling, Ringeltaube und Amsel hat der erste Nachwuchs des Jahres bereits das Nest verlassen.

Und so funktioniert die Vogelzählung

Von einem ruhigen Platz im Garten, Park, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte. Das ist wichtig, damit Vögel, die zwischendurch ja auch wieder wegfliegen, nicht doppelt gezählt werden. Ein Beispiel: Kommen erst drei Haussperlinge an das Vogelhaus, zehn Minuten später aber sogar acht Haussperlinge, wird die Zahl acht gemeldet. Sie sind unsicher, was für eine Meise auf dem Baum sitzt? Bei der Bestimmung hilft zum Beispiel der NABU-Vogeltrainer oder die NABU-App „Vogelwelt“.

Wer sich zuvor mit unseren Gartenvögeln beschäftigen möchte, findet viele Informationen unter www.stundedergartenvoegel.de, darunter Porträts der 40 häufigsten Gartenvögel, Vergleichskarten der am häufigsten verwechselten Vogelarten, einen Vogeltrainer sowie den NABU-Vogelpodcast „Reingezwitschert“. Auf der Seite sind ab dem ersten Zähltag auch Zwischenstände und erste Ergebnisse abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden.

Für Kinder bietet die NAJU die „Schulstunde der Gartenvögel“ vom 13. bis 17. Mai an. Weitere Infos unter www.NAJU.de/sdg.