Monthly Archives: Mai 2015

Fahrradexkursion Emswiesen

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Foto von Stefanie Klappenbach-Riewenherm

Foto von Stefanie Klappenbach-Riewenherm

Am 19. April 2015 trafen sich ca. whole foods domain . 20 Naturfreunde in Rietberg, um unter der Führung von Herrn Bröskamp (Untere Landschaftsbehörde Kreis Gütersloh) und Bernhard Walter (Biologische Station Gütersloh/Bielefeld) mit dem Fahrrad die Emswiesen in Rietberg zu erkunden.

An verschiedenen Stellen wurde angehalten und so konnten Brachvögel, Störche, Rotschwänze, Grünschenkel und sogar ein Kranichpärchen beobachtet werden.

Dabei erläuterte Herr Bröskamp einiges zur Entstehung der besonderen Strukturen der Emswiesen und der Entstehung des Naturschutzgebietes.

Foto von Stefanie Klappenbach-Riewenherm

Foto von Stefanie Klappenbach-Riewenherm

NABU Aktion: Schwalbenfreunde gesucht

Nabu Aktion    °°Schwalbenfreunde gesucht°°

Hausbesitzer können sich und ihr Haus auszeichnen lassen!

Die Schwalbe, ein Glücksbringer in Not!

Schwalben sind nahe Begleiter des Menschen bei Haus und Hof. Sie gehören zur artenreichen Familie der Sperlingsvögel (Hirundidae), sind gute Flieger und legen als Zugvögel Richtung Afrika bis zu 10.000 km zurück, um dort zu überwintern. Ihre Populationen haben in den letzten Jahren erheblich abgenommen ( Rote Liste in NRW ) und bedürfen daher unserer Hilfe.

Ihre Nester bauen sie unmittelbar am Haus ( Mehlschwalben ) bzw. in Hausdielen oder Stallungen (Rauchschwalben). Diese Möglichkeiten sind erheblich rückläufig durch Rückgang der Zahl landwirtschaftlicher Betriebe, Veränderung in der Tierhaltung sowie zunehmende Versiegelung von Landwegen. Daher möchte der Naturschutzbund Deutschland ( Nabu ) mit einer Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ werben, den Lebensraum der Schwalben zu erhalten. Wir möchten Sie daher ansprechen, Sie als Bewohner im ländlichen Raum die Schwalben willkommen zu heißen. Wir würden uns freuen, mit Ihnen gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und bieten unsere Mitarbeit an. Das Projekt „ Schwalbenfreundliches Haus kann nur mit Ihnen erfolgreich sein. So erhalten wir diese Vogelart auch unseren Kindern und der Nachwelt. Wenn sie Freude daran haben, melden Sie sich bitte beim Nabu Kreisverband Gütersloh.

Historisch gesehen gibt es um diese Vogelart viele alte Weissagungen, wie zum Beispiel: Kommt die Schwalb zu uns zurück, bringt das unserm Hause Glück! Oder: Am Tage von Maria Geburt (8.September) fliegen alle Schwalben furt ( altdeutsch ). Auch Bauernregeln fließen ein: Wenn die Schwalben niedrig fliegen, wird man Regenwetter kriegen. Fliegen sie dann in die Höhn, bleibt das Wetter wunderschön.

Wir freuen uns auf ein gutes Gelingen.

Meinungsumfrage: Vogefütterung ganzjährig?

Liebe Naturfreundinnen, liebe Naturfreunde,

Meinungsumfrage

Natur in Not, jetzt Vogelfütterung ganzjährig?

Neuester Artenschutzbericht des Bundesamts für Naturschutz schlägt Alarm! 31% der heimischen Spezies sind gefährdet, das muss doch wachrütteln. Was ist zu tun. Artenschutzprogramme sind sicher hilfreich, was kann der Einzelne von uns aber tun, wo Einfluss nehmen?

Grundlage allen Handelns sollte der Zustandsbericht vom Bundesamt für Naturschutz sein. Das Ergebnis zeigt auf, dass Monokulturen in unserem Landschaftsraum, veränderte Bedingungen in der bäuerlichen Landwirtschaft, vermehrte Ausbringung von Pestiziden die negativen Einflüsse und Schädigungen des Naturraums darstellen. In den Städten ist es der Verbrauch an Grünflächen für Baugebiete und Versiegelung, der ständig zunimmt, etwa 70 ha täglich. Der Naturraum wird also immer knapper, Anpflanzungsgebiete mit Blumenwiesen und damit Insektenvielfalt wird stark dezimiert. Nur noch Naturschutzgebiete als Rückzugsraum für Flora und Fauna, wird das reichen?

Wir müssen handeln.
Zum Schutz unserer heimischen Vögel hat das in Naturschützer Kreisen anerkannte Forschungsinstitut der Heinz Sielmann Stiftung in Untersuchungs- und Beobachtungszeiträumen festgestellt, dass Fütterung der Vögel eine zunehmende Bedeutung erfahren hat, weil Nahrungsräume fehlen. Auch in England hat man gleiche Erfahrungen gemacht. Hauptaugenmerk richtet daher Professor Peter Berthold, Forschungsleiter des Instituts, auf Nahrungsdarreichung, wie durch Anpflanzung von Nahrungsgehölzen und Samenpflanzen in Städten und Gemeinden, aber auch im eigenen Garten hier ein wertvoller Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Vogelwelt geleistet werden kann. Eine weitere Erkenntnis ist, dass zu diesem vorhandenen natürlichen Nahrungsspektrum wegen der belasteten Umwelt eine Zufütterung ganzjährig geboten ist, mit Wildfutter aus hochwertigen Samenmischungen (Getreide, Nüsse, Saaten etc.), im Handel bereits angeboten z.B. unter dem Namen Birdola Block, seit Jahren in der Schweiz schon erfolgreich angewendet. Bei dieser zusätzlichen ganzjährigen Fütterung sind bis heute keine Nachteile in der Entwicklung der Vögel bekannt. Im Gegenteil , es wurden Brutverbesserungen in der Jungenaufzucht festgestellt, höhere Bruterträge. Eine besondere Nebenwirkung war auch bei den zu früh rückkehrenden Zugvögeln wahrzunehmen, die bedingt durch Klimaerwärmung irritiert, vermehrt Futter benötigten.

Dennoch, es gibt hierzu Befürworter und Gegner dieser ganzjährigen Vogelfütterung. Möglicherweise haben sie dazu schon eigene Erfahrung gesammelt und bitten Sie um Ihre Meinung. Senden Sie diese bitte an den Nabu Kreisverband Gütersloh oder senden Sie uns eine Email.

Wanderung am Wittekindsberg

Foto:  Stefanie Klappenbach-Riewenherm

Der NABU-Kreisverband Gütersloh organisierte am Sonntag den 10.05.2015 eine Wanderung durch das Naturschutzgebiet Wittekindsberg in Porta Westfalica.

Am Treffpunkt unterhalb des Kaiser-Wilhelm-Denkmals trafen sich ca. 15 Naturliebhaber aus dem Kreise Gütersloh.

Kaiser-Wilhelm Denkmal

Das Kaiser-Wilhelm Denkmal (Foto: Stefanie Klappenbach-Riewenherm)

Das Denkmal, seine Geschichte und seine Zukunft wurde von Dr. Franke erläutert, der auch vielfältige Hinweise auf die Geologie gab. Der Sockel des Denkmals, sowie viele bekannte Bauwerke weserabwärts wurden aus Portasandstein erbaut, der mittlerweile nicht mehr gewonnen wird. Deshalb gibt es auch Schwierigkeiten, den Denkmalsockel mit Originalmaterial wieder herzustellen.

Ab hier erläuterte Herr Stöckmann vom Landesbetrieb Forsten die Organisation der Bewirtschaftung der Waldgebiete in Nordrhein-Westfalen im Allgemeinen und im Wiehengebirge im Speziellen. Viele interessante Pflanzen am Wegrand wurden angesprochen, so fanden sich vereinzelt noch Frühjahrsblüher (Weißes und Gelbes Buschwindröschen, Salomonsiegel, Goldnessel, Waldmeister, Aaronstab, etc.). Aber auch Probleme, wie zum Beispiel das unerlaubte Befahren des Waldes durch Mountainbiker wurde diskutiert.

Wittekindsberg

Foto: Stefanie Klappenbach-Riewenherm

Ziel der Wanderung war die Wittekindsburg, ein Hotelbau, der seit kurzen nach längerem Leerstand von einem Verein übernommen wurde und jetzt wieder renoviert wird. Wie uns Herr Schünemann vom Förderverein Wittekindsberg erläuterte, steht dieses Gebäude auf einem von mehreren möglichen Standorten von frühzeitlichen Burgen, von denen aber nur Verteidigungswälle oder einzelne Torsituationen nachgewiesen sind. Nicht weit von dem Hotelbau wurden 1995 zufällig Mauerreste eine kreuzförmigen Kirche gefunden. Über das Entstehen und die Witmung dieser Kirche weiß man nichts genaues, allerdings wurde dieser Grundriss nur in wenigen Fällen verwendet. Innerhalb der Mauern fanden sich Gräber, nachgewiesen als eine Frau und 4 leibliche Kinder unterschiedlichen Alters. Über die soziale Herkunft weiß man nichts.

Etwas bergabwärts liegt die Margarethenkappelle oder Margarethenklus (= Klause), eine Kapelle vermutlich über den Resten eines ehemaligen Klosters, in dem heute verschiedene Konzerte stattfinden.

Zum Abschluss der Wanderung lud uns der Verein, der die Renovierung der Wittekindsburg betreibt, zu einer kräftigen Brotzeit ein und zeigte uns das Gebäude.

Der Vorplatz sollte bis Christi Himmelfahrt soweit renoviert sein, dass eine Außengastronomie möglich ist. Mit Hilfe dieser Einnahmen, wird unter anderem die weitere Renovierung finanziert. Endziel ist es, das Gebäude wieder als Hotel und Veranstaltungsraum nutzbar zu machen.

Ein Teil des Außengeländes wird durch Drachenflieger genutzt, die von hier aus bei richtigen Wetterverhältnissen bis in den Harz fliegen können.

Insekten und Spinnen

Ralf Külker, Insekten- und Spinnenkenner. Die Welt der Insekten und Spinnen ist ein Kosmos für sich und immer wieder faszinierend. Selbst in unserer Heimat gibt es viele tausend Arten.
Der Großteil dieser Artenvielfalt ist den meisten Menschen unbekannt. Manch’ einer fürchtet sich vielleicht vor diesem oder jenem Tier und ist unsicher, wie er sich verhalten soll. Wenn sie Fragen zu diesem Thema haben, schreiben sie mich ruhig an, ich helfe ihnen gerne weiter.

Ralf Külker

E-Mail: ralf.kuelker@nabu-guetersloh.de