Insekten und Spinnen

Ralf Külker, Insekten- und Spinnenkenner. Die Welt der Insekten und Spinnen ist ein Kosmos für sich und immer wieder faszinierend. Selbst in unserer Heimat gibt es viele tausend Arten.
Der Großteil dieser Artenvielfalt ist den meisten Menschen unbekannt. Manch’ einer fürchtet sich vielleicht vor diesem oder jenem Tier und ist unsicher, wie er sich verhalten soll. Wenn sie Fragen zu diesem Thema haben, schreiben sie mich ruhig an, ich helfe ihnen gerne weiter.

Ralf KülkerE-Mail: ralf.kuelker@nabu-guetersloh.de

Botanik

Welche Pflanze ist das? Wer hat sich diese Frage bei einer Wanderung nicht schon mal gestellt. Oft helfen die typischen Pflanzenführer, aber manchmal verwirren auch diese. Unsere Expertin Mechthild Gröver kann Ihnen weiterhelfen, wenn Sie ihr Fotos und eine kurze Beschreibung über den Standort mitteilen.

mechthild groeverE-Mail: mechthild.groever@nabu-guetersloh.de

Jagd

Viele sagen Jagen, also das Töten von Tieren, kann nicht mit Naturschutz, also dem Schutz wildlebender Pflanzen und Tiere, in Einklang gebracht werden.

Um aber Tiere zum Erlegen zu haben, muss ein Jäger in seinem Revier die Natur schützen, sich mit den ökologischen Zusammenhängen auskennen und nachhaltig den Tierbestand im Revier betreuen. Die Ausbildung zur Erlangung des Jagdscheines umfasst darum nicht nur Waffenkunde und Schießen, sondern auch ökologische Themen, Pflanzenkunde, Tierkunde usw.

Deshalb sehe ich auch keinen Widerspruch darin, aktive Jägerin und gleichzeitig im Vorstand des NABU-Kreisverbandes zu sein. Im Kreis Gütersloh halten wir eine enge Zusammenarbeit zwischen Jagd, Landwirtschaft und Naturschutz für wichtig und praktizieren sie deshalb auch schon seit Jahren.

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, Beobachtungen gemacht haben, verletzte Tiere gefunden haben o. ä. steht Ihnen Stefanie Klappenbach zur Verfügung.stefanie_klappenbach-riewenherm

E-Mail: klappenbach-riewenherm@nabu-guetersloh.de

Fledermausschutz

Meinhard Siewecke

Meinhard Siewecke

Der Fledermausschutz hat in den vergangenen Jahren eine herausragende Bedeutung erlangt. Fledermäuse sind wohl die am stärksten gefährdeten Säugetiere überhaupt, da hier eine kaum vorstellbare Verarmung der Insektenfauna – ihrer Hauptnahrung – durch verschiedenartige Einflüsse entstanden ist. In Feld und Flur gibt es nicht mehr das reichhaltige Angebot an Hecken, es fehlt ebenso die Pflanzenvielfalt an Wegrändern oder bei der Behausung die alten offenen Gebäude bzw. Dachstühle, naturbelassene Waldstücke. Es fehlt also Nahrung und Unterkunft.

Fledermäuse. Fledermäuse gehören der Klasse Säugetiere an, sie sind die einzige Tierart dort, die flugfähig ist, da Arme und Beine sich vollständig ihrer Fortbewegungsart angepasst haben. (Ordnung: Flattertiere). In unseren Regionen sind hauptsächlich 2 Fledermausfamilien anzutreffen: Hufeisennasen, die einen zusätzlichen Nasenaufsatz in Form eines Hufeisens haben. Ferner die Glattnasen, die haben nicht den eben erwähnten Aufsatz. Fledermäuse haben nur schwach entwickelte Hinterfüße, so dass sie sich am Boden nicht gut fortbewegen können. Sie sind aber großartige Flugkünstler in der Dunkelheit, da hilft ihnen ihr kompliziertes Echolotsystem zur Orientierung. Weil in unseren Breiten im Winter Insekten nicht anzutreffen sind, halten Fledermäuse bei uns einen Winterschlaf.

Schutzmaßnahmen. Projekt 1 - Beginnen wir beim Gedanken Winterschlaf und dem geringen Angebot natürlicher Behausungen. Hier können wir ihnen mit gebauten Fledermauskästen eine große Hilfe sein, natürlich aus unbehandeltem rohem Holz. Projekt 2- Viele Fledermausarten überwintern gern in alten Felshöhlen oder Stollen. Die Quartiernot der Tiere kann man auch durch Nachbau von Erdbunkern oder Stollen mindern.

Fragen zum Fledermausschutz? Ihr Ansprechpartner im Nabu- Kreisverband Gütersloh: Meinhard Siewecke, Südfeld 13, 33428 Harsewinkel. Tel. 05247 / 80603.
E-Mail: meinhard.siewecke@nabu-guetersloh.de

Amphibien-/Reptilienschutz

Seit mehr als 3o Jahren stellt sich der Nabu- Kreisverband Gütersloh der Aufgabe, durch verschiedenartige Projekte Amphibien zu schützen.

Amphibien sind nicht nur durch Beseitigung von Laichgewässern und Feuchtgebieten in der Vergangenheit stark gefährdet, sondern auch zunehmend durch den Straßentod. Dieser lauert für die Tiere beim Überqueren von Straßenverkehrswegen, die die Laichwege der Tiere kreuzen. Ein weiteres Problem zeigt sich auch durch Verlandung von Stillgewässern. Es fehlen oft geeignete Schutzeinrichtungen bzw. Schutzmaßnahmen.

 

Die Amphibien:  Klasse- Amphibia. Beschreibung: Amphibien sind Wirbeltiere, die einerseits im Wasser andererseits auf dem Land leben. Hierzu gehören Froschlurche ( Ordnung .. Anura) wie Frösche und Kröten, aber auch die Schwanzlurche ( Caudata ) mit den Molchen und Salamandern. Um diesen Tieren helfen zu können, sind zunächst vor Ort durch Beobachtung Lebensräume und Lebensbedingungen zu erkunden, wie Wanderrouten, Laichplätze etc. Bis zum Laichgewässer legt so manche Tierart bis zu 3,5 km Wegstrecke zurück und ist also vielen Gefahren ausgesetzt. Hier ist Hilfe notwendig, daher Schutzmaßnahmen.

 

Projekte zum Schutz

Projekt 1 - Aufstellen von sogenannten Krötenzäunen. An Straßen mit bekannten Wanderrouten werden von Nabu Aktiven diese Schutzzäune längs den Fahrbahnrändern aufgestellt und betreut. Täglich werden dann in den Morgenstunden von März bis April Zäune und Fangeimer überprüft und die Tiere über die Straße getragen.

Projekt 2 - Bau von Krötentunneln. Während Projekt 1 mit mobilen Anlagen Hilfe leistet, sind auch dauerhafte Lösungen möglich wie z. B. Straßentunnel bzw Röhrenanlagen und Leitwände, die ein gefahrloses Unterqueren der Straßen ermöglichen. Diese Anlagen bewirken ebenso eine Vernetzung der Lebensräume ( sogenannte Sommer-/ Winterquartiere). In Gemeinschaftsprojekten mit Straßenbaulastträgern wie Bund, Land, Kreis und Gemeinden ist dieses vielfältig schon seit 1980 gelungen.

Projekt 3 - Schaffung neuer Lebensräume. Dies sieht der Nabu Kreisverband als eine weitere Aufgabe für die Zukunft, Anlegen von Teichen, Blänken, Vernässung von Brachflächen. Hier arbeitet der Nabu mit der Biostation Gütersloh- Bielefeld und dem Kreis Gütersloh eng zusammen.

 

klaus_kuhlmann

Fragen zum Amphibienschutz?

Ihr Ansprechpartner im Nabu- Kreisverband Gütersloh:
Klaus Kuhlmann,
Flurstr.6, 33790 Halle (Westf.),
Tel. 05201/ 70544
E-Mail: klaus.kuhlmann@nabu-guetersloh.de