Gebietskarte

Eine Karte unserer Schutzgebiete zum Download – Quelle: Kreis Gütersloh

schutzgebiete_2008

Das Gebiet Künsebeck

Das im Haller Ortsteil Künsebeck gelegene Gelände hat der NABU-Kreisverband Gütersloh von der Evangelischen Kirchengemeinde käuflich erworben. Das Biotop ist etwa ein Hektar groß. Es handelt sich hier um ein Feuchtgebiet mit überwiegendem Seggenbereich. Das Schutzgebiet beinhaltet außerdem mehrere Kleingewässer und eine Wildblumenwiese sowie Insektenwand und Trockenmauer.

Spezielle Brutmöglichkeiten werden den Sinvögeln angeboten. Ein­mal im Jahr werden die dort angebrachten Nisthilfen kontrolliert, gesäu­bert und bei Bruterfolg wird genau „Buch geführt“.An zwei Wochenenden im Winter mäht der NABU von Hand Kleinstfächen frei und pflegt die Weiden- und Erlengehölzgruppen.

Feuchtgebiet St. Vit am Wieksbach

Der NABU-Kreisverband hat bereits seit vielen Jahren eine Feuchtwiese mit umschließender Hecke und Kopfweiden in einer Größe von ca. 5 Hektar in St.Vit, einem Ortsteil von Rheda-Wiedenbrück gepachtet. Dadurch wurde verhindert, dass es wie die umliegenden Flächen in intensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen umgewandelt wurde. Das Grünland wird von einem Landwirt extensiv als Mähweide genutzt. Insgesamt sind ca. 500 Meter Hecke und über 50 Kopfweiden zu pflegen.

Die dichte Hecke ist ein Brutparadies für Rotkehlchen, Zaunkönig und Heckenbraunelle. Der Steinkauz hat dort sein Jagdhabitat. Er brütet im Umfeld in vom NABU aufgehängten speziellen Steinkauzröhren, die jährlich auf Bruterfolg kontrolliert werden. Die Kopfweiden am angrenzenden Wieksbach werden geschneitelt und die Erlen auf den Stock gesetzt. Sie festigen das Ufer und die Beschattung der angrenzenden Ackerflächen hält sich durch die Pflege in Grenzen.

Ein Kleingewässer und eine Blänke wurden auf der Grünlandfläche angelegt. Besonders der Teich halt sich hervorragend entwickelt, so dass dieser auch als schutzwürdiger Biotop eingestuft wurde. Dreifurchige Wasserlinse, Kleine Wasserlinse und Wasserstern bestimmen das Bild im Sommer. Am Rande finden sich Knickfuchsschwanz, Wolfstrapp, Gemeine Sumpfbinse, Wasser-Minze und die Aufsteigende Gelbe Segge als Rote Liste Art.Jeden Winter ist der NABU dort im Arbeitseinsatz und führt an vier Samstagen die Gehölzpflege durch

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Das Naturschutzgebiet Salzenteichsheide

Feuchtbrache im Naturschutzgebiet Salzenteichsheide

Feuchtbrache im Naturschutzgebiet Salzenteichsheide (Foto: Dirk Blome)

Es ist ein Gebiet, das an der Borgholzhausener Grenze zu Versmold liegt. Seit vielen Jahren ist der NABU im dortigen Ge­biet tätig. Von 1979 bis 1989 pachtete der Kreisverband die ökologisch besonders wertvolle Kernflä­che. Diese Flä­che, ein aufgegebe­nes Tonabbaugelände, weist eine Reihe seltener und gefährdeter Pflanzen auf, insbesondere in den Kleingewässern und der Feuchtbrache, die jährlich gemäht wird. 1989 kaufte der Kreis Gütersloh die Fläche. Die Ausweisung als Naturschutzgebiet erfolgte 1992. Über die Kernfläche hinaus wur­den insgesamt 65 Hektar unter Schutz gestellt.

Typisch für das Gebiet ist ein kleinräumiger Wechsel von Wald, Gebüsch, landwirtschaftlichen Nutzflächen, Brachen, Kleingewässer und einem Bachlauf. Die Salzen­teichsheide gilt als ein wichtiges Rückzugs­gebiet für Pflanzen und Tiere.
Für die fachliche Betreuung des Gebietes und die Pflegearbeiten schloss der Kreis Gütersloh erstmals 1994 einen Betreuungsvertrag mit dem NABU ab. Zu den Aufgaben gehören danach die Überwachung des allgemeinen Zustandes des Gebietes und die regelmäßige Beob­achtung von Flora und Fauna – wahrgenommen wird dies durch die Biologische Station Gütersloh/Bielefeld und dem NABU Kreisverband – ebenso wie die Durchführung von Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen.

Das Gebiet Bobenheide

Es ist ein Gebiet, das an der Haller Grenze zum Steinhagener Ortsteil Brockhagen an der Straße „Bobenheide“ liegt. Im Jahre 2001 pachtete der NABU-Kreisverband Güter­sloh das etwa ein Hektar große Wiesengrundstück, zu dem auch zwei Gewässer gehören. Durch Veränderung der Böschungen sind die Teiche zu idealen Laichgewässern von Fröschen, Kröten und Molchen geworden. Das Gelände weist zwischenzeitlich auch zwei temporäre Gewässer auf.

Der Grund der Pachtung: Das Biotop soll der Umwelt fördernden Vereins- und Jugendarbeit dienen. So hat die Haller NABU-Jugendgruppe eine Streuobstwiese angelegt. 20 Bäume verschiedener Stein- und Obstsorten bereichern das Gelände. Auf den Böschungen der Teiche und an den Außengrenzen des Grundstücks wurden Gehölzanpflanzungen durchgeführt. Einmal im Jahr wird ein Arbeitseinsatz zur Pflege der Fläche durchgeführt. Der Pachtvertrag läuft noch bis Juni 2021.