Große Wiese

Am 1. Juni 2017 um 18:00 Uhr trafen sich ca. 38 Naturfreunde an der ehemaligen Gaststätte “Siekhänschen” an der Paderborner Straße in Gütersloh-Friedrichsdorf, um von hier aus das Naturschutzgebiet “Große Wiese” zu erkunden.

Unterwegs

Unter der Leitung von Bernhard Walter und Herrn Glattfeld von der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld wurden sowohl Vögel beobachtet (Weißstörche, Wanderfalke, Turmfalke, Nilgans) als auch die Vegetation des Naturschutzgebietes erläutert. Hier konnte Herr Glattfeld darstellen, dass die intensive Landwirtschaft sich negativ auf den Artenreichtum der vorhandenen Grünlandflächen auswirkt. Die Biostation versucht hier entgegenzuwirken, indem die Randstreifen entlang der Wege und (Entwässerungs-)Gräben mittlerweile so bewirtschaftet werden, dass diese Bereiche ausgehagert werden und damit wieder Arten zeigen, die auf den intensiv bewirtschafteten Flächen nicht mehr vorkommen.Wasserfeder

Auch eine botanische Besonderheit konnte Herr Glattfeld zeigen: an einem auf den ersten Blick stark nährstoffhaltigen Entwässerungsgraben, wurde die “Wasserfeder” entdeckt, die eigentlich nährstoffarme Gewässer bevorzugt.

 

 

Storch mit NachwuchsHerr Walter hatte zu Beginn die Erfolgsgeschichte der Weißstörche berichtet. Gegenüber einem Bestand von  Brutpaaren in Nordrhein-Westfalen 1920, waren die Weißstörche mit 3 Brutpaaren in Petershagen 1980 in Nordrheinwestfalen nahezu ausgestorben. Umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen, bei denen das Futterangebot für Störche aufgebessert werden konnte, ermöglichte es, dass Störche wieder eine Lebensgrundlage finden konnten, so dass heute in NRW über 200 Brutpaare gezählt werden können. Dies ist nur möglich, weil die Nahrungsgrundlage wieder hergestellt werden konnte.