Der NABU wandert im Furlbachtal

Am Sonntag, den 31. Juli 2016 trafen sich ca. 55 Naturfreunde am Furlbach in Stukenbrock, um bei einer 2 stündigen Wanderung unter der Leitung von Peter Rüther von der Biologischen Station Senne den Gewässerlauf des Furlbachs zu erkunden.

Der FurlbFurlbachtalach ist einer der sogenannten Sennebäche, die sich tiefe Täler in den Senne-Dünen eingegraben haben. In früheren Zeiten stark genutzt, zum Beispiel durch Forellenteiche neben dem Bachlauf, wird der Verlauf, der vom Wanderweg A 3 begleitet wird, inzwischen völlig sich selbst überlassen. Dabei wird in Kauf genommen, dass die gesamte Sohle des Kastentales von dem Gewässer eingenommen wird. Bäume u.ä. die umfallen, werden nicht entfernt, Totholz stehen gelassen. Lediglich die Wanderwege müssen aus Verkehrssicherungspflicht frei gehalten werden.

Ermöglicht haben dass die Wasserwerke Bielefeld, im weiten Bereich Eigentümer der Flächen am Furlbach, die in dem Naturschutzgebiet auch Wasser für die Trinkwasserversorgung Bielefeld fördern. schon frühzeitig wurden Wasserstandsbeobachtungen durchgeführt. Man gelangte zu der Erkenntnis, dass die Oberflächengewässer so natürlich wie möglich gehalten werden müssen, um die Trinkwasserqualität zu erhalten und dass die Gewinnung des Tiefenwassers aus ca. 600 m Tiefe die einzige Möglichkeit ist, die Wasserverhältnisse an der Oberfläche zu erhalten.Furlbachtal

Herr Rüther erläuterte, dass der Furlbach in einem ökologisch so gutem Zustand ist, dass bei Renaturierungsmaßnahmen an anderen Sandbächen in Nordrhein-Westfalen, der Furlbach als Muster genommen wird, im Fachjargon “Leitgewässer”.

Weiter enFurlbachtaltlang des Wanderweges A 3 gelangt man zu kleinen Moorweihern. Hier wird auf sehr eng begrenzten Flächen, die nicht so durchlässigen Untergrund haben, das Wasser in Weihern gestaut, die nach und nach vermooren. Typische Blühaspekte dieser Entwicklung, z.B. das Wollgras kann man allerdings eher im Juni beobachten.
Furlbachtal