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Lebensraum und Lebensweise des Siebenschläfers

Nabu  Kreisverband Gütersloh schützt:

Lebensraum und  Lebensweise des Siebenschläfers. 

Lebensräume schützen und damit Flora und Fauna erhalten, ist eine der dringlichsten Aufgaben, der sich der Naturschutzbund  Deutschland ( Nabu ) zuwendet.

Siebenschläfer (Bilch), diese Schlafmausart nimmt zum Herbst viel fetthaltige Nahrung zu sich, um schon ab September / Oktober Winterschlaf zu halten und auch mal bis Mai / Juni  diese Zeit zu verschlafen (ca. 7 Monate). Wichtig ist für diese Bilche eine gute Nahrungsverfügbarkeit. Im Frühjahr sind es Knospen und Blätter, im Sommer Früchte, im frühen Herbst Nüsse, Beeren und Pilze. Den Siebenschläfer, dessen Rückenfell grau ist, mit weißem Bauch und großen schwarzen Augen bekommt man nur selten zu Gesicht. Im Frühjahr allerdings zur Paarungszeit hört man sehr laute Pfeif- und Quieklaute des werbenden Männchens, bis zu 1,5 km Entfernung.

Seinen Lebensraum gilt es zu  erhalten bzw. zu erweitern. Laubholzbestände mit Buchen und Eichen, Alt- und Totholz und  eine ausgeprägte Strauchschicht sind sein Revier. Besondere Bedeutung kommt da auch den Streuobstwiesen zu. Das  derzeitige Artenschutzprojekt wird in hervorragender Weise auch von den Waldparzelleneigentümern besonders gewürdigt. Ihr Einverständnis ist von größter Bedeutung.
Sollten Sie, liebe Naturfreunde und Naturinteressierte über Siebenschläfer -Vorkommen  Kenntnis haben, melden Sie sich bitte oder erfahren auch mehr bei der Biologischen Station Gütersloh / Bielefeld.
Website:  www.biostation-gt-bi.de.
Oder:  www.nabu-guetersloh.de

Plastikmüll in den Weltmeeren stammt vorwiegend vom Festland!

P1360368Jährlich landen über 10 Millionen Tonnen Plastikabfälle in den Weltmeeren. Bisher, so schätzen Experten, belasten ca. 150 Millionen Tonnen Plastikmüll alle Meere dieser Welt zusammengerechnet. Dieser Plastikmüll zerfällt durch UV-Strahlung in kleine Teile, welche dann von Meeresbewohnern wie Fischen, Seevögeln oder Meeresschildkröten mit Nahrung verwechselt werden und in den Mägen der Tiere landet, woran die meisten dann elendig sterben. Andere Arten wie Delphine oder Robben werden von Plastikseilen stranguliert oder sterben an Wundinfektionen.

Zerfallen Plastiksplitter zu noch kleineren Partikeln, spricht man von Mikroplastik, welches sogar von Wissenschaftlern in den Zellen kleinster Meeresbewohner nachgewiesen wurde. Fische, die kleine Meeresbewohner fressen und für uns Menschen als Delikatessen auf dem Teller landen, tragen dieses Mikroplastik weiter in sich. Plastik zerfällt, aber es zersetzt sich nicht, wie z.B. Papier. Erst nach 450 Jahren, so schätzen Experten, kann Plastik vollständig von der Natur abgebaut werden. Bei gewissen Kunststoffen, wie z.B. Nylon-Fischernetzen dauert es sogar bis zu 600 Jahre! Des Weiteren besitzen Kunststoffpartikel die Eigenschaft giftige Chemikalien zu binden, was bedeutet, dass Plastikteile, die von Mensch und Tier in Form von Nahrung aufgenommen werden, einen hohen Schadstoffgehalt aufweisen.

Aber woher kommt der ganze Müll überhaupt? 20% des Plastikmülls in den Meeren stammt von Fischernetzen, Schiffsgütern, Strandabfällen und illegaler Müllentsorgung auf See. Zu 80% gelangt jedoch der Plastikmüll aus unseren Flüssen in das Meer. Die Flüsse werden gespeist durch Bäche und diese wiederum durch Straßengräben oder Rinnsteine. Wer also heute bei einer Autofahrt über ein ländliches Gebiet, weit abseits eines Flusses unbedarft eine Plastikflasche aus dem Auto wirft, kann sie theoretisch nach ein paar Wochen am Strand von Helgoland wieder angespült finden.

Darum bittet der NABU alle Freunde der Natur und der sauberen Urlaubsstrände, keinen Müll, und sei es nur ein Zigarettenfilter, in die Natur zu werfen! Wenn ihr zum Picknick ans Wasser fahrt oder in den Wald, dann nehmt den Müll immer wieder mit und entsorgt ihn zu Hause oder in öffentlichen Abfalleimern! Helft alle mit, die Welt nicht noch mehr zu verdrecken! Ihr könnt natürlich auch auf Plastiktüten oder Einwegflaschen verzichten, sodass Plastikmüll erst gar nicht entsteht.

Ralf Külker

 

Weitere Infos: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/

NABU Aktion: Schwalbenfreunde gesucht

Nabu Aktion    °°Schwalbenfreunde gesucht°°

Hausbesitzer können sich und ihr Haus auszeichnen lassen!

Die Schwalbe, ein Glücksbringer in Not!

Schwalben sind nahe Begleiter des Menschen bei Haus und Hof. Sie gehören zur artenreichen Familie der Sperlingsvögel (Hirundidae), sind gute Flieger und legen als Zugvögel Richtung Afrika bis zu 10.000 km zurück, um dort zu überwintern. Ihre Populationen haben in den letzten Jahren erheblich abgenommen ( Rote Liste in NRW ) und bedürfen daher unserer Hilfe.

Ihre Nester bauen sie unmittelbar am Haus ( Mehlschwalben ) bzw. in Hausdielen oder Stallungen (Rauchschwalben). Diese Möglichkeiten sind erheblich rückläufig durch Rückgang der Zahl landwirtschaftlicher Betriebe, Veränderung in der Tierhaltung sowie zunehmende Versiegelung von Landwegen. Daher möchte der Naturschutzbund Deutschland ( Nabu ) mit einer Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ werben, den Lebensraum der Schwalben zu erhalten. Wir möchten Sie daher ansprechen, Sie als Bewohner im ländlichen Raum die Schwalben willkommen zu heißen. Wir würden uns freuen, mit Ihnen gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und bieten unsere Mitarbeit an. Das Projekt „ Schwalbenfreundliches Haus kann nur mit Ihnen erfolgreich sein. So erhalten wir diese Vogelart auch unseren Kindern und der Nachwelt. Wenn sie Freude daran haben, melden Sie sich bitte beim Nabu Kreisverband Gütersloh.

Historisch gesehen gibt es um diese Vogelart viele alte Weissagungen, wie zum Beispiel: Kommt die Schwalb zu uns zurück, bringt das unserm Hause Glück! Oder: Am Tage von Maria Geburt (8.September) fliegen alle Schwalben furt ( altdeutsch ). Auch Bauernregeln fließen ein: Wenn die Schwalben niedrig fliegen, wird man Regenwetter kriegen. Fliegen sie dann in die Höhn, bleibt das Wetter wunderschön.

Wir freuen uns auf ein gutes Gelingen.

Meinungsumfrage: Vogefütterung ganzjährig?

Liebe Naturfreundinnen, liebe Naturfreunde,

Meinungsumfrage

Natur in Not, jetzt Vogelfütterung ganzjährig?

Neuester Artenschutzbericht des Bundesamts für Naturschutz schlägt Alarm! 31% der heimischen Spezies sind gefährdet, das muss doch wachrütteln. Was ist zu tun. Artenschutzprogramme sind sicher hilfreich, was kann der Einzelne von uns aber tun, wo Einfluss nehmen?

Grundlage allen Handelns sollte der Zustandsbericht vom Bundesamt für Naturschutz sein. Das Ergebnis zeigt auf, dass Monokulturen in unserem Landschaftsraum, veränderte Bedingungen in der bäuerlichen Landwirtschaft, vermehrte Ausbringung von Pestiziden die negativen Einflüsse und Schädigungen des Naturraums darstellen. In den Städten ist es der Verbrauch an Grünflächen für Baugebiete und Versiegelung, der ständig zunimmt, etwa 70 ha täglich. Der Naturraum wird also immer knapper, Anpflanzungsgebiete mit Blumenwiesen und damit Insektenvielfalt wird stark dezimiert. Nur noch Naturschutzgebiete als Rückzugsraum für Flora und Fauna, wird das reichen?

Wir müssen handeln.
Zum Schutz unserer heimischen Vögel hat das in Naturschützer Kreisen anerkannte Forschungsinstitut der Heinz Sielmann Stiftung in Untersuchungs- und Beobachtungszeiträumen festgestellt, dass Fütterung der Vögel eine zunehmende Bedeutung erfahren hat, weil Nahrungsräume fehlen. Auch in England hat man gleiche Erfahrungen gemacht. Hauptaugenmerk richtet daher Professor Peter Berthold, Forschungsleiter des Instituts, auf Nahrungsdarreichung, wie durch Anpflanzung von Nahrungsgehölzen und Samenpflanzen in Städten und Gemeinden, aber auch im eigenen Garten hier ein wertvoller Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Vogelwelt geleistet werden kann. Eine weitere Erkenntnis ist, dass zu diesem vorhandenen natürlichen Nahrungsspektrum wegen der belasteten Umwelt eine Zufütterung ganzjährig geboten ist, mit Wildfutter aus hochwertigen Samenmischungen (Getreide, Nüsse, Saaten etc.), im Handel bereits angeboten z.B. unter dem Namen Birdola Block, seit Jahren in der Schweiz schon erfolgreich angewendet. Bei dieser zusätzlichen ganzjährigen Fütterung sind bis heute keine Nachteile in der Entwicklung der Vögel bekannt. Im Gegenteil , es wurden Brutverbesserungen in der Jungenaufzucht festgestellt, höhere Bruterträge. Eine besondere Nebenwirkung war auch bei den zu früh rückkehrenden Zugvögeln wahrzunehmen, die bedingt durch Klimaerwärmung irritiert, vermehrt Futter benötigten.

Dennoch, es gibt hierzu Befürworter und Gegner dieser ganzjährigen Vogelfütterung. Möglicherweise haben sie dazu schon eigene Erfahrung gesammelt und bitten Sie um Ihre Meinung. Senden Sie diese bitte an den Nabu Kreisverband Gütersloh oder senden Sie uns eine Email.