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Artikel in Zeitung “Die Glocke” vom 15.10.2016

Artikel in Zeitung "Die Glocke"

Der Heimatverein Bokel bei Rietberg erstellte in vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit ein imposantes Bienenhotel, u. a. unter Mitwirkung unseres NABU-Mitglieds Bernd Junker. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der inzwischen immer weniger werdenden Insekten, speziell der Wildbienen, die so wichtig sind z. B. für die Befruchtung der Obstbäume!Artikel in Zeitung "Die Glocke"

Pilzexkursion

Pilzexkursion

Nachdem das Jahr 2016 eigentlich nicht die richtige Witterung für Pilze hat, konnten wir trotzdem am 29. Oktober unter der fachkundlichen Leitung von Dr. Gunnar Waesch  und Ralf Heese rund um das Gut Schledebrück in Lintel “in die Pilze gehen”.PilzexkursionPilzexkursion

Zunächst wurde erläutert, dass es fossile Nachweise von Pilzen schon von vor 1,5 Milliarden Jahren gibt. Pilze haben sich darauf spezialisiert, organisches Material als Nahrung zu verwenden, deshalb folgte auf baumreiche Zeiten, in der auch die Steinkohleflöze ihren Ursprung haben, eine massenhafte Pilzzunahme, so dass dann mangels organischer Masse keine Steinkohle mehr entstehen konnte.PilzexkursionPilzexkursion

 

 

 

 

 

 

 

Dass Pilze keine verkümmerten Pflanzen ohne Chlorophyll sind, wurde erst sehr spät im 19. Jahrhundert festgestellt. Ebenfalls sehr spät konnte nachgewiesen werden, dass sich Pilze über Sporen vermehren, dass also der Pilz, den wir sehen und ggf. essen, nur der Fruchtkörper ist. Die eigentliche Pflanze beim Pilz ist das sogenannte Myzel, was man mit dem Wurzelwerk einer anderen Pflanze vergleichen könnte. Mittlerweile wird den Pilzen eine eigene Gruppe neben Pflanzen und Tieren zugestanden. Es gibt mehr Pilzarten, als Insekten.

Rund um Gut Schledebrück gibt es verschiedene Lebensräume mit unterschiedlichen Pilzen. Zunächst wurden in einem Buchenbestand verschiedene Faserpilze und auch Pilze an Totholz gefunden. Weiter ging es entlang des Weges und auch an einem kleineren Kahlschlag. Hier fand sich der falsche Pfifferling aber auch verschiedene Pilze an Baumstümpfen.

Zum Schluss gab es noch einen Fichtenbestand mit wieder anderen Pilzen, die teilweise für Nadelwald typisch sind.

Fazit des interessanten Wanderung war, dass es nicht einfach ist, Pilze korrekt zu bestimmen, da oft Kleinigkeiten über giftig oder essbar entscheiden. Viele Pilze sehen sich extrem ähnlich und sind trotzdem grundverschieden. Eine eindeutige Bestimmung ist oft nur durch mikroskopische Betrachtung der Sporen, Lamellen und weitere Merkmale möglich.

Aber auch die Einschätzung, ob ein Pilz essbar ist, oder nicht ändert sich. Die Empfehlung war deshalb, nur aktuelle Bestimmungsliteratur zu verwenden, um auch aktuelle Empfehlungen zu haben. Vielfach gibt es Giftstoffe, die durch Anreicherung im Körper erst giftig sind und deshalb erst nach wiederholtem Verzehr ihre Wirkung entfalten. Die meisten Gifte wirken jedoch sofort, führen zu (irreversiblen) Organschäden, bevor eine körperliche Reaktion bemerkt wird.

Unter www.pilze-deutschland.de kann man näheres Erfahren.PilzexkursionPilzexkursionPilzexkursionPilzexkursionPilzexkursion

Fahrradexkursion Flughafen Gütersloh

Fahrradexkursion Flughafen Gütersloh

Am Sonntag, den 9. Oktober 2016 trafen sich 16 Interessierte an der Boker Mühle in Herzebrock-Clarholz, um von dort aus verschiedene Stationen an der Ems zu besuchen. Dort erläuterte Wilhelm Gröver, Leiter der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Gütersloh den Sachstand zum Thema Konversion des Flughafengeländes und Renaturierung Ems.Fahrradexkursion Flughafen Gütersloh

Durch verschiedene Kartierungen und Untersuchungen steht mittlerweile fest, dass das Gelände außerhalb der bisher bebauten Flächen Naturschutzflächen werden, da die vorhandenen Pflanzengesellschaften in ihrer Größe Nordrhein-Westfalen weit einzigartig sind. Es gibt AltlasteFahrradexkursion Flughafen Güterslohnstandorte, vor allem im Bereich der Flächen, in denen die Flugzeuge betankt wurden. Durch den hohen Grundwasserstand sind diese Verunreinigungen allerdings sehr eng räumlich begrenzt und dadurch gut sanierungsfähig. Allerdings muss dafür der hohe Grundwasserstand durch Aufstauen der Ems erhalten bleiben. Ein Absenken würde zum Abfluss der Verunreinigungen führen.

Zur Zeit wird das Flughafengelände nicht mehr genutzt, lediglich Fahrsicherheitstraining wird auf den vorhandenen Asphaltwegen angeboten. Sämtliche ehemaligen Nutzungen durch die britischen Soldaten (Golfplatz, Schießstand etc.) wurden aufgegeben.Fahrradexkursion Flughafen Gütersloh

In verschiedenen Gremien werden Ideen gesammelt, wie eine Folgenutzung des Geländes aussehen kann. Überlegungen gehen dahin, im südlichen Teil eine Radwegverbindung zu schaffen, so dass der Emsradweg näher an die Ems geführt werden kann. Gleichzeitig sollte aber die eigentliche Biotopfläche vor zu starkem Nutzungsdruck geschützt werden, eventuell durch Einzäunen.

Viele der vorhandenen Gebäude in der Fläche können nur mit erheblichem Aufwand abgerissen werden. Auch hier gibt es Überlegungen für Folgenutzungen z. B. Kletterhallen, Übernachtungsmöglichkeiten für Radwanderer etc..

Dort wo dem Land Flächen an der Ems gehören, soll in nächster Zeit auch die Ems renaturiert werden. Über historische Karten kennt man historische Verläufe der Ems, die auf landeseigenem Besitz wiederhergestellt werden können.

Unterwegs zeigte Wilhelm Gröver auch noch einen Erlenbruchwald als Beispiel für die Auenentwicklung.

Zum Abschluss der Fahrt zeigte Wilhelm Gröver einen Abschnitt der Dalke, an dem Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt wurden, als Beispiel, wie eine Renaturierung an der Ems aussehen könnte.Fahrradexkursion Flughafen Gütersloh

Exkursion in die Naturschutzgebiete Oesterholzer Bruch und Senne

Exkursion

Am 28.08.2016 trafen sich 12 Naturbegeisterte, um das Naturschutzgebiet Oesterholz-Haustenbek in Schlangen, Kreis Lippe, unter der Leitung von Peter Rüther von der Biologischen Station Ostenland kennen zu lernen. Hier war mal die Sennelandschaft von der südlichen Seite zu erkunden, gegenüber den bisherigen Exkursionen von Schloß-Holte her.Exkursion
Exkursion
Der erste Teil des Gebietes ist gekennzeichnet von teilweise älteren Waldabschnitten und extensiv gepflegten Wiesen. Die trockene Lage begünstigt seltene, auf trockene Standorte spezialisierte Pflanzen. Die Wanderung führte entlang der Truppenübungsplatz-Grenze weiter an eine ehemalige Trockenaussandung, die besondere Standortbedingungen bietet, indem die Böschungen sandig sind und der Grund kalkhaltig ist. Ein Stück weiter gibt es Heideflächen, die allerdings dringend pflegebedürftig sind, da sie langsam verbuschen bzw. vergrasen.

Der Rückweg führte zu dem archäologischen Lehrpfad Oesterholz, in einen Bereich, in dem ca. 70 Hügelgräber gefunden wurden.

Nach 2,5 h waren alle Beteiligten froh, die durch die Hitze doch anstrengende Wanderung beendeExkursionn zu können. Exkursion   Exkursion

Der NABU wandert im Furlbachtal

Furlbachtal

Am Sonntag, den 31. Juli 2016 trafen sich ca. 55 Naturfreunde am Furlbach in Stukenbrock, um bei einer 2 stündigen Wanderung unter der Leitung von Peter Rüther von der Biologischen Station Senne den Gewässerlauf des Furlbachs zu erkunden.

Der FurlbFurlbachtalach ist einer der sogenannten Sennebäche, die sich tiefe Täler in den Senne-Dünen eingegraben haben. In früheren Zeiten stark genutzt, zum Beispiel durch Forellenteiche neben dem Bachlauf, wird der Verlauf, der vom Wanderweg A 3 begleitet wird, inzwischen völlig sich selbst überlassen. Dabei wird in Kauf genommen, dass die gesamte Sohle des Kastentales von dem Gewässer eingenommen wird. Bäume u.ä. die umfallen, werden nicht entfernt, Totholz stehen gelassen. Lediglich die Wanderwege müssen aus Verkehrssicherungspflicht frei gehalten werden.

Ermöglicht haben dass die Wasserwerke Bielefeld, im weiten Bereich Eigentümer der Flächen am Furlbach, die in dem Naturschutzgebiet auch Wasser für die Trinkwasserversorgung Bielefeld fördern. schon frühzeitig wurden Wasserstandsbeobachtungen durchgeführt. Man gelangte zu der Erkenntnis, dass die Oberflächengewässer so natürlich wie möglich gehalten werden müssen, um die Trinkwasserqualität zu erhalten und dass die Gewinnung des Tiefenwassers aus ca. 600 m Tiefe die einzige Möglichkeit ist, die Wasserverhältnisse an der Oberfläche zu erhalten.Furlbachtal

Herr Rüther erläuterte, dass der Furlbach in einem ökologisch so gutem Zustand ist, dass bei Renaturierungsmaßnahmen an anderen Sandbächen in Nordrhein-Westfalen, der Furlbach als Muster genommen wird, im Fachjargon “Leitgewässer”.

Weiter enFurlbachtaltlang des Wanderweges A 3 gelangt man zu kleinen Moorweihern. Hier wird auf sehr eng begrenzten Flächen, die nicht so durchlässigen Untergrund haben, das Wasser in Weihern gestaut, die nach und nach vermooren. Typische Blühaspekte dieser Entwicklung, z.B. das Wollgras kann man allerdings eher im Juni beobachten.
Furlbachtal

NABU und STADT HALLE (Westf.) gemeinsam auf Naturschutzwegen!

Umrüstung  auf  naturgerechte  Straßenbeleuchtung in Halle.
Zum Wohle von Mensch und Natur haben Verwaltung und Politiker des Bau – und Verkehrsausschusses der Stadt Halle (Westf.) in der Sitzung am 21.6.2o16 einen wegweisenden Beschluss gefasst und damit ein Zeichen für Naturschutz gesetzt. Die Straßenbeleuchtung in Halle (Westf.) soll künftig nicht mehr mit aggressivem, kalten Blau/Weiß-Licht ausgestattet werden. Es wurde entschieden, LED Leuchten mit dem Lichtwert 2700 Kelvin (Gelb / Orange Bereich im Lichtspektrum) zu verwenden. Dieser Lichtwert liegt noch deutlich unter dem vom Bundesamt für Naturschutz (Berlin) empfohlenen Wert.

Nachdem bekannt wurde, dass die Stadt Halle eine Umrüstung und Erneuerung ihrer Straßenbeleuchtung plante, hatte der NABU – Kreisvorstand Gütersloh sofort Initiative ergriffen und einen Antrag auf naturgerechtere Beleuchtung angemahnt. Dem wurde nun entsprochen. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen schädigt das bisher allgemein eingesetzte widernatürliche Blau/Weiß- LED Licht durch seine Blendung das menschliche Auge erheblich, lockt aber auch die vielen Fluginsekten an, die dann im Lichtstrahl verenden. Naturwissenschaftliche Projekte in der Vergangenheit haben aufgezeigt, dass jährlich bis zu 150 Billionen Insekten ( =130.000 t ) durch das Blau / Weiß Licht vernichtet werden. Diese Insektenarten (z.B. Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge etc. ) sind im Ökosystem teils zur Bestäubung der Blütenpflanzen oder aber auch als Nahrung für unsere heimischen Vögel zugeordnet. Wollen wir also die Artenvielfalt in der Natur erhalten, müssen wir den Hebel umlegen und naturgerecht handeln, Gelblicht statt Blau/Weiß- Licht. Halle und NABU haben einen erfreulichen Anfang gemacht. Für das Verständnis unseres Anliegens möchten wir uns herzlich bedanken. Der NABU setzt weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit, Natur und Umwelt wird es uns danken.

Lebensraum und Lebensweise des Siebenschläfers

Nabu  Kreisverband Gütersloh schützt:

Lebensraum und  Lebensweise des Siebenschläfers. 

Lebensräume schützen und damit Flora und Fauna erhalten, ist eine der dringlichsten Aufgaben, der sich der Naturschutzbund  Deutschland ( Nabu ) zuwendet.

Siebenschläfer (Bilch), diese Schlafmausart nimmt zum Herbst viel fetthaltige Nahrung zu sich, um schon ab September / Oktober Winterschlaf zu halten und auch mal bis Mai / Juni  diese Zeit zu verschlafen (ca. 7 Monate). Wichtig ist für diese Bilche eine gute Nahrungsverfügbarkeit. Im Frühjahr sind es Knospen und Blätter, im Sommer Früchte, im frühen Herbst Nüsse, Beeren und Pilze. Den Siebenschläfer, dessen Rückenfell grau ist, mit weißem Bauch und großen schwarzen Augen bekommt man nur selten zu Gesicht. Im Frühjahr allerdings zur Paarungszeit hört man sehr laute Pfeif- und Quieklaute des werbenden Männchens, bis zu 1,5 km Entfernung.

Seinen Lebensraum gilt es zu  erhalten bzw. zu erweitern. Laubholzbestände mit Buchen und Eichen, Alt- und Totholz und  eine ausgeprägte Strauchschicht sind sein Revier. Besondere Bedeutung kommt da auch den Streuobstwiesen zu. Das  derzeitige Artenschutzprojekt wird in hervorragender Weise auch von den Waldparzelleneigentümern besonders gewürdigt. Ihr Einverständnis ist von größter Bedeutung.
Sollten Sie, liebe Naturfreunde und Naturinteressierte über Siebenschläfer -Vorkommen  Kenntnis haben, melden Sie sich bitte oder erfahren auch mehr bei der Biologischen Station Gütersloh / Bielefeld.
Website:  www.biostation-gt-bi.de.
Oder:  www.nabu-guetersloh.de

Fahrradexkursion Beelener Mark

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Foto: Stefanie Klappenbach

Foto: Stefanie Klappenbach

Trotz widrigen Wetterbedingungen sind mit dem NABU-Kreisverband Gütersloh am Sonntag, den 24.04.2016 ab 10:00 Uhr 12 Naturinteressierte zu einer Fahrradexkursion in das Naturschutzgebiet Beelener Mark aufgebrochen. Vom Hof Tegelkamp in Herzebrock-Clarholz wurde zum Schutzgebiet an der Grenze In Kreis Warendorf geradelt. Sofort am ersten Haltepunkt konnte ein Brachvogel und verschiedene Rohrweihen beobachtet werden.
Herr Laumeier erläuterte, dass seine Aufgabe zum Teil darin besteht, mit den Landwirten die Bewirtschaftung der Grünlandflächen auf die Bruterfordernisse der Vögel abzustimmen. Ein anderer Teil seiner Aufgabe ist es, die Brutvögel vor unbefugten Besuchern zu schützen, weshalb er gerne mit Führungen am Sonntag vor Ort ist, da er dann Leute trifft, die in zu der Zeit nicht erwarten. Auch an besonderen Ausflugstagen (1. Mai, Vatertag) muss er in den Schutzgebeiten präsent sein, da sonst zu viele Störungen auf die Brutvögel einwirken. Im Kreis Warendorf gibt es eher kleinflächige Schutzgebiete, so dass diese besonders gesichert werden müssen.

Foto: Stefanie Klappenbach

Foto: Stefanie Klappenbach

Foto: Stefanie Klappenbach

Foto: Stefanie Klappenbach

Foto: Stefanie Klappenbach

Foto: Stefanie Klappenbach

 

 

 

 

 

 

 

 

An einer weiteren Stelle erläuterte Herr Laumeier, wie er mit Landwirten verschiedene Bewirtschaftungsarten und – zeiten testet, um immer passende Habitatangebote für die verschiedenen Vögel zu haben. Leider musste die Radtour gegen Uhr abgebrochen werden, da heftige Hagelschauer einsetzten und die Bewölkung keine Besserung in Aussicht stellte. Herr Laumeier empfahl das Gebiet in den nächsten Wochen zu besuchen, wenn die Küken geschlüpft sind, da dann die Brachvogeleltern besonders gut zu beobachten sind. Aber dringender Appell: nicht die vorhandenen Wege verlassen.

Exkursion Wildnisgebiet Borgholzhausen

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Nachdem zunächst der Termin für diese Wanderung um eine Woche vorverlegt wurde, sorgte eine Pressemitteilung in der lokalen Presse mit einer falsche Uhrzeit für die Exkursion für weitere Verwirrung, so dass am 20.03. um 10:00 Uhr lediglich 7 Interessierte mit dem Förster Carsten Böls vom Parkplatz der Clever Schlucht aus in das Wildnisgebiet wanderten.

Hier erfuhren die Wanderer, dass Wildnisgebiet nur eine neue Bezeichnung für die seit den 70-er Jahren eingerichteten Naturzellen im Wald ist. Es geht darum, mindestens 20 ha große Waldkomplexe sich selbst zu überlassen, d.h. Totholz bleibt im Bestand, fremde Baumarten werden herausgenommen. Für das Gebiet in Borgholzhausen heißt dass, dass noch Lärchen entnommen werden. Mitten in das Gebiet herein ragt eine private Waldparzelle, mit Fichten bestanden. Förster Böls erläuterte, dass das für den Naturschutz kein Nachteil ist, da sowohl Buchenwald als auch Fichtenwald sehr artenarme Bestände sind, aber unterschiedliche Arten beheimaten. Es gibt auch Tiere, die beide Waldarten für ihr Überleben brauchen, zum Beispiel der Schwarzspecht, der seine Höhle in dicke Buchen baut und seine Nahrung im Fichtenwald sucht.

Foto: Stefanie Klappenbach

Foto: Stefanie Klappenbach

Foto: Stefanie Klappenbach

Foto: Stefanie Klappenbach

Foto: Stefanie Klappenbach

Foto: Stefanie Klappenbach

Aber nicht nur den Baumbestand hat der Förster im Wildnisgebiet im Blick, sondern auch die Bauwerke. Es ist gefordert, dass Hochsitze, Schutzhütten und Ähnliches im Gebiet nur aus natürlichen Materialien gebaut werden dürfen. So wurde die Schutzhütte am Hermansweg unter Anderem aus Lärchenholz gebaut, das dem Bestand entnommen werden musste.

Nach 2 1/2-stündiger Wanderung kamen wir wieder am Parkplatz an.

Um diejenigen, die die irreführende Pressemitteilung gelesen hatten nicht umsonst warten zu lassen, blieb Stefanie Klappenbach am Parkplatz, auf dem sich um 14:00 Uhr tatsächlich noch 5 Personen einfanden. Mit denen, die das Gebiet noch sehen wollten fand eine weitere Wanderung statt, bei der Stefanie Klappenbach versuchte, die Erläuterungen von Herrn Böls zu wiederholen.

NABU Aktion: Schwalbenfreunde gesucht

Nabu Aktion    °°Schwalbenfreunde gesucht°°

Hausbesitzer können sich und ihr Haus auszeichnen lassen!

Die Schwalbe, ein Glücksbringer in Not!

Schwalben sind nahe Begleiter des Menschen bei Haus und Hof. Sie gehören zur artenreichen Familie der Sperlingsvögel (Hirundidae), sind gute Flieger und legen als Zugvögel Richtung Afrika bis zu 10.000 km zurück, um dort zu überwintern. Ihre Populationen haben in den letzten Jahren erheblich abgenommen ( Rote Liste in NRW ) und bedürfen daher unserer Hilfe.

Ihre Nester bauen sie unmittelbar am Haus ( Mehlschwalben ) bzw. in Hausdielen oder Stallungen (Rauchschwalben). Diese Möglichkeiten sind erheblich rückläufig durch Rückgang der Zahl landwirtschaftlicher Betriebe, Veränderung in der Tierhaltung sowie zunehmende Versiegelung von Landwegen. Daher möchte der Naturschutzbund Deutschland ( Nabu ) mit einer Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ werben, den Lebensraum der Schwalben zu erhalten. Wir möchten Sie daher ansprechen, Sie als Bewohner im ländlichen Raum die Schwalben willkommen zu heißen. Wir würden uns freuen, mit Ihnen gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und bieten unsere Mitarbeit an. Das Projekt „ Schwalbenfreundliches Haus kann nur mit Ihnen erfolgreich sein. So erhalten wir diese Vogelart auch unseren Kindern und der Nachwelt. Wenn sie Freude daran haben, melden Sie sich bitte beim Nabu Kreisverband Gütersloh.

Historisch gesehen gibt es um diese Vogelart viele alte Weissagungen, wie zum Beispiel: Kommt die Schwalb zu uns zurück, bringt das unserm Hause Glück! Oder: Am Tage von Maria Geburt (8.September) fliegen alle Schwalben furt ( altdeutsch ). Auch Bauernregeln fließen ein: Wenn die Schwalben niedrig fliegen, wird man Regenwetter kriegen. Fliegen sie dann in die Höhn, bleibt das Wetter wunderschön.

Wir freuen uns auf ein gutes Gelingen.

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