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Exkursion entlang von Landbach und Foddenbach

Am Abrooksbach, der in den Landbach mündet, begann die Exkursion entlang von Landbach und Foddenbach.

Eine Wanderung entlang von Landbach und Foddenbach. Der NABU Kreisverband Gütersloh lud am Sonntag, den 29.06.2014 zu einer Exkursion ins Naturschutzgebiet Landbach und Foddenbach in Steinhagen ein. Das Wetter hatte ein Einsehen und trotz angekündigter Regengüsse blieb es trocken und so konnte eine Gruppe von knapp 20 Personen eine entspannte Wanderung mit vielen fachkundigen Erklärungen von Eberhard Beckemeyer, Abteilung Umwelt Kreis Gütersloh und Wilhelm Gröver, Leiter der Unteren Landschaftsbehörde Kreis Gütersloh unternehmen.

Am Abrooksbach, der in den Landbach mündet, begann die Exkursion entlang von Landbach und Foddenbach.

Am Abrooksbach, der in den Landbach mündet, begann die Exkursion entlang von Landbach und Foddenbach. (Foto: Margret Lohmann)

Die Wanderung begann entlang des Am. Der Landbach weist einen natürlichen, mäandrierenden Flussverlauf auf. Dieser natürliche Verlauf ist nur noch an wenigen Fließgewässern in NWR zu beobachten. Am Ufer konnten mögliche Nistmöglichkeiten des  Eisvogels ausgemacht werden. Während der Wanderung wurden auch Goldammer und Buntspecht gesehen. Die Fachleute erklärten Seggen, Wald- und Wiesenblumen. Auch rot leuchtende Preiselbeeren und Heidelbeeren wurden gefunden.

Leider macht sich auch hier, wie an vielen Bachläufen das so genannte Drüsige oder auch Indische Springkraut breit sowie im Gehölz die Traubenkirsche. Bei diesen Arten handelt es sich um eingewanderte Pflanzen (Neophyten), die hier einen perfekten Lebensraum gefunden haben und viele einheimische Arten verdrängen.

In einer steilen Sandkante wurde sogar der Ameisenlöwe, das Insekt des Jahrs 2010 gefunden. Dieses Tier kannten nur wenige der Exkursionsteilnehmer. Die Ameisenlöwen gehen mittels selbst gegrabener Trichter auf Beutefang. Es wurde jedoch beobachtet, dass eine Spinne dem Räuber listig entkommen konnte.
Die Wanderung ging weiter durch grüne Wiesen entlang des Foddenbachs und endete wieder am Ausgangpunkt Friedhofstraße.

Die nächste Exkursion des NABU-Kreisverbandes Gütersloh findet am 10.08.2014 in die Moosheide statt. Nähere Informationen unter www.nabu-guetersloh.de.

Heideblüte und Senner Pferde in der Moosheide begeistern

Die Pferde in der Moorheide begeisterten die 50 Exkursionsteilnehmer.
Die Pferde in der Moorheide begeisterten die 50 Exkursionsteilnehmer.

Die Pferde in der Moorheide begeisterten die 50 Exkursionsteilnehmer. (Foto: Margret Lohmann)

Von der Historie der Moosheide und der Geologie des Sennesandes ließen sich jetzt 50 Teilnehmer in einer Exkursion in das Naturschutzgebiet begeistern. Am Sonntag, den 10. August führte der NABU-Kreisverband Gütersloh und die Biologische Station Paderborn-Senne die Interessierten durch die Moosheide. Christel Schröder von der Biologischen Station erklärte, dass die Sandböden aus einer Ablagerung eiszeitlicher Schmelzwässer aus der Saale-Eiszeit vor etwa 200 000 Jahren entstanden sind und dass ein nährstoffarmer Podsol, auch Bleichsand genannt, durch die Plaggenbewirtschaftung unserer Vorfahren entstanden ist.

Eindrucksvoll zeigte sich das Kastental der Ems, die sich über Jahrtausende in den Sennesand ihr Bett geschaffen hat. Das Kastenprofil zeigte sich besonders dort, wo der Mensch Hänge zusätzlich abgestochen hat, um Grünland zu gewinnen. Das Grünland wurde über Wehre und Gräben mit Wasser aus der Ems berieselt, um das Gras zu düngen. Diese häufig extensiv genutzten Wiesen weisen bis zu 40 Pflanzenarten auf wie Wasser-Greiskraut oder die Kuckucks-Lichtnelke.

In den lichten Kiefernwäldern an besonnten warmen Stellen waren zahlreiche Nester der Roten Waldameise zu bestaunen, die wiederum Nahrung bilden für Grün- und Schwarzspecht. In den lichteren Wäldern findet sich in der Krautschicht Heidel- und Preiselbeere und der Wiesen-Wachtelweizen.

Besonders angetan waren die Besucher von den blühenden Heideflächen, wo zudem auch das Berg-Sandglöckchen und die Heidenelke  blühten.

Am Infozentrum konnte Christel Schröder die Besucher um die ca. 20 Hektar große Pferdewiese führen. Dort grasen die Senner Pferde, eine der ältesten Pferderassen in Deutschland, die sich durch Ausdauer und Robustheit auszeichnen. “Am Anfang waren wir selbst über das Experiment mit der ersten Stute noch skeptisch“ so Christel Schröder, „aber die Senner Pferde sind in der Senne ein Erfolg und ein Besuchermagnet geworden”.

Wer mit seiner Familie den Naturkundlichen Lehrpfad nachwandern will, kann dies mithilfe der begleitenden Broschüre tun. Diese liegt am Informationszentrum aus oder ist über die Biologische Station und die Unteren Landschaftsbehörden zu bestellen.

Wir über uns

Der NABU-Kreisverband Gütersloh des Naturschutzbundes Deutschland hat sich zur Aufgabe gemacht,  sich für den Schutz und die Pflege der Natur mit Ihrer Tier- und Pflanzenwelt unter besonderer  Berücksichtigung der frei lebenden Vogelwelt sowie sich für die Förderung naturverbundener Landschaftsgestaltung einzusetzen. Im September 1976 wurde er als damaliger Bund für Vogelschutz im Kreis Gütersloh gegründet. Im Kreis Gütersloh zählt der Naturschutzverband rund 750 Mitglieder.

Wenn auch das Interesse zunächst vor allem dem Schutz der Vogelwelt galt, so steht der NABU heute für einen umfassenden Naturschutz. Zu den praktischen Arbeiten gehören gezielte Maßnahmen zum Biotop- und Artenschutz, wie das Anlegen oder Pachten und damit das Sicherstellen von Feuchtgebieten, die Neuanpflanzung von Hecken oder deren Verjüngung durch Rückschnitt, das Beschneiden von Kopfweiden und nicht zuletzt die Durchführung spezieller Artenschutzprogramme für Vögel, Fledermäuse und Amphibien.

In jedem Jahr werden Pflegeeinsätze in verschiedenen Biotopen im gesamten Kreisgebiet durchgeführt. Neben der Wartung und Pflege von schützenswerten Biotopen in Versmold, Borgholzhausen und Rheda-Wiedenbrück gehört die Betreuung des eigenen ca. 1 ha großen Schutzgebietes im Haller Ortsteil Künsebeck.

Im praktischen Lebensraumschutz für gefährdete Tiere und Pflanzen erhält der NABU insbesondere bedrohte Feuchtwiesengebiete sowie Landschaftsbestandteile wie Hecken, Feldgehölze, Steinbrüche und Brachflächen aktiv. Der NABU betreut darüber hinaus auch ein 67 ha großes Naturschutzgebiet im amtlichen Auftrag.

Das Naturschutzgebiet Salzenteichsheide

Feuchtbrache im Naturschutzgebiet Salzenteichsheide

Feuchtbrache im Naturschutzgebiet Salzenteichsheide (Foto: Dirk Blome)

Es ist ein Gebiet, das an der Borgholzhausener Grenze zu Versmold liegt. Seit vielen Jahren ist der NABU im dortigen Ge­biet tätig. Von 1979 bis 1989 pachtete der Kreisverband die ökologisch besonders wertvolle Kernflä­che. Diese Flä­che, ein aufgegebe­nes Tonabbaugelände, weist eine Reihe seltener und gefährdeter Pflanzen auf, insbesondere in den Kleingewässern und der Feuchtbrache, die jährlich gemäht wird. 1989 kaufte der Kreis Gütersloh die Fläche. Die Ausweisung als Naturschutzgebiet erfolgte 1992. Über die Kernfläche hinaus wur­den insgesamt 65 Hektar unter Schutz gestellt. Weiterlesen

Das Gebiet Bobenheide

Es ist ein Gebiet, das an der Haller Grenze zum Steinhagener Ortsteil Brockhagen an der Straße „Bobenheide“ liegt. Im Jahre 2001 pachtete der NABU-Kreisverband Güter­sloh das etwa ein Hektar große Wiesengrundstück, zu dem auch zwei Gewässer gehören. Durch Veränderung der Böschungen sind die Teiche zu idealen Laichgewässern von Fröschen, Kröten und Molchen geworden. Das Gelände weist zwischenzeitlich auch zwei temporäre Gewässer auf.

Der Grund der Pachtung: Das Biotop soll der Umwelt fördernden Vereins- und Jugendarbeit dienen. So hat die Haller NABU-Jugendgruppe eine Streuobstwiese angelegt. 20 Bäume verschiedener Stein- und Obstsorten bereichern das Gelände. Auf den Böschungen der Teiche und an den Außengrenzen des Grundstücks wurden Gehölzanpflanzungen durchgeführt. Einmal im Jahr wird ein Arbeitseinsatz zur Pflege der Fläche durchgeführt. Der Pachtvertrag läuft noch bis Juni 2021.

NABU Kreis Gütersloh kritisiert Landesverband

Positionierung des NABU-Landesverbandes bei der Novellierung des Landesjagdgesetzes NRW.

Der Kreisverband Gütersloh hat bereits vor zwei Jahren eine Gesprächsbereitschaft zu diesem Thema zwischen NABU und Jägern vor Ort aufgebaut, die im Land jahrelang auf Eis lag. Es fanden Gespräche zusammen mit dem Landesvorstand NABU NRW, dem Landesjagdverband und der Kreisjägerschaft statt. Man war sich einig, das Thema sachlich weiter zu erörtern, Kompromisse zu finden, um so eine gemeinsame Zustimmung für die geplante Novellierung zu finden. Weiterlesen

In der Niehorster Heide geht es der Feldgrille gut

Bernhard Walter zeigt den Exkursionsteilnehmern auf der abgeschobenen Ausgleichsfläche, was sich schon nach wenigen Jahren entwickelt hat.

In der der Niehorster Heide bei Gütersloh konnten der NABU Kreisverband, Bernhard Walter und Matthias Glatfeld von der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld ca. 25 interessierte Besucher willkommen heißen.

Bernhard Walter zeigt den Exkursionsteilnehmern auf der abgeschobenen Ausgleichsfläche, was sich schon nach wenigen Jahren entwickelt hat.

Bernhard Walter zeigt den Exkursionsteilnehmern auf der abgeschobenen Ausgleichsfläche, was sich schon nach wenigen Jahren entwickelt hat. (Foto: Stefanie Klappenbach-Riewenherm)

Auf einer Ausgleichsfläche der Stadt Gütersloh, die abgeschoben wurde, konnten die Experten Bruten von Flussregenpfeifer und der eher seltenen Heidelerche bestätigen. Nach Aussage von Matthias Glatfeld bietet der nährstoffarme Sandboden ideale Lebensräume für die Sandsegge, Silbergras, Besenheide und das blaublühende Bergsandglöckchen. An den nährstoffreicheren Wegrändern blühten stattdessen Goldrute und Brennesseln.

In den angrenzenden lichten Kiefernwäldern  sangen Fitis und der Trauerschnäpper um die Wette, am Waldrand konnte die Goldammer mit ihrem Lied “wie hab ich dich lieb” beobachtet werden.

Auch Reste nährstoffarmer Wälder mit der dominanten Drahtschmiele als Waldgras wurden gezeigt.

Die Feldgrillen zirpten bei dem warmen Wetter auf dem ehemaligen Nato-Tanklager und auf extensiv genutztem  Grünland um die Wette.  Mit dem gemeinsamen Grillen nach den Grillen  fand die Exkursion einen harmonischen Ausklang.

Die nächste Exkursion des NABU Kreisverbandes findet am 29. Juni 2014 um 10 Uhr in Steinhagen entlang von Landbach und Foddenbach statt. Dauer ca. 2,5 Stunden. Geführt wird die Exkursion von Eberhard Beckemeyer von  der unteren Landschaftsbehörde. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Friedhofstrasse in Steinhagen.

Exkursion zu den Grillen in der “Niehorster Heide”

Die Feldgrille ist eine Art aus der Familie der Echten Grillen innerhalb der Ordnung der Langfühlerschrecken.
Foto: Biostation Gütersloh/Bielefeld

Der NABU Kreisverband Gütersloh lädt zu einer Exkursion am Dienstag, den 10.Juni 2014 um 18 Uhr in die Niehorster Heide rund um das ehemalige Nato-Tanklager ein. Treffpunkt ist vor dem Tanklager an der Brockhagener Strasse/Zu den Sandgruben in Gütersloh. Geführt wird die Exkursion durch Bernhard Walter von der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld.

Die Feldgrille ist eine Art aus der Familie der Echten Grillen innerhalb der Ordnung der Langfühlerschrecken. Foto: Biostation Gütersloh/Bielefeld

Die Feldgrille ist eine Art aus der Familie der Echten Grillen innerhalb der Ordnung der Langfühlerschrecken.
Foto: Biostation Gütersloh/Bielefeld

Die Niehorster Heide stellt mit seinen Heide- und Sandmagerrasen herausragende Lebensräume dar und beherbergt eine große Zahl an landesweit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Die Flächen wurden zum Teil als Kompensationsflächen entwickelt. Sie weisen typische Pflanzenarten wie Sandsegge, Wiesenflockenblume, Berg-Sandknöpfchen und Besenheide auf. Typische Vogelarten sind zu beobachten wie Heidelerche, Baumpieper oder die Goldammer. Das Hauptaugenmerk der Exkursion gilt aber den Heuschrecken wie Feldgrille, Bunter Grashüpfer oder dem Heidegrashüpfer.

Die Führung dauert ca. 2 Stunden. Wenn das Wetter mitspielt, wird anschließend gegrillt, von dem Zirpen der Grillen untermalt. Bitte anmelden bei Margret Lohmann Tel.: 052427541.

Orchideen im Naturschutzgebiet Mackenberg bei Oelde

Burkhart Stratmann (links) zeigt den Teilnehmern die Orchideen im Naturschutzgebiet Mackenberg bei Oelde.

Orchideen in Ostwestfalen findet man heute nicht mehr allzu häufig. Im Naturschutzgebiet Mackenberg aber wachsen sie noch. Grund ist der Einsatz von Burkhart Stratmann und weiteren Engagierten vom Verein für Natur- und Umweltschutz im Kreis Warendorf e.V.. Der Naturschützer zeigte am Sonntag, 16. Mai einigen Interessierten die Offenlandflächen.

Burkhart Stratmann (links) zeigt den Teilnehmern die Orchideen im Naturschutzgebiet Mackenberg bei Oelde.

Burkhart Stratmann (links) zeigt den Teilnehmern die Orchideen im Naturschutzgebiet Mackenberg bei Oelde. (Foto: Margret Lohmann)

“Ohne unseren Einsatz wären die Offenlandflächen im alten Steinbruch längst verbuscht und keine Orchideen mehr zu finden”, erklärte Burkhart Stratmann den Teilnehmern der Exkursion, “denn ohne unseren Einsatz wären die Offenlandflächen im alten Steinbruch längst verbuscht und keine Orchideen mehr zu finden”. Über zehn Orchideenarten wachsen dort wie Vogelnestwurz, Waldhyazinte, Purpurknabenkraut und Fliegenragwurz. Letztere lockt Fliegenmännchen mit einer täuschend nachgemachten Fliege in die Blüte und verteilt über die Fliegen ihren Pollen.

Die Exkursionsteilnehmer konnten viele Informationen über die Pflanzen auf Kalk mit nach Hause nehmen. Auch in 2015 wird es wieder in das Naturschutzgebiet Mackenberg geben.

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