Monthly Archives: August 2015

Plastikmüll in den Weltmeeren stammt vorwiegend vom Festland!

P1360368Jährlich landen über 10 Millionen Tonnen Plastikabfälle in den Weltmeeren. Bisher, so schätzen Experten, belasten ca. 150 Millionen Tonnen Plastikmüll alle Meere dieser Welt zusammengerechnet. Dieser Plastikmüll zerfällt durch UV-Strahlung in kleine Teile, welche dann von Meeresbewohnern wie Fischen, Seevögeln oder Meeresschildkröten mit Nahrung verwechselt werden und in den Mägen der Tiere landet, woran die meisten dann elendig sterben. Andere Arten wie Delphine oder Robben werden von Plastikseilen stranguliert oder sterben an Wundinfektionen.

Zerfallen Plastiksplitter zu noch kleineren Partikeln, spricht man von Mikroplastik, welches sogar von Wissenschaftlern in den Zellen kleinster Meeresbewohner nachgewiesen wurde. Fische, die kleine Meeresbewohner fressen und für uns Menschen als Delikatessen auf dem Teller landen, tragen dieses Mikroplastik weiter in sich. Plastik zerfällt, aber es zersetzt sich nicht, wie z.B. Papier. Erst nach 450 Jahren, so schätzen Experten, kann Plastik vollständig von der Natur abgebaut werden. Bei gewissen Kunststoffen, wie z.B. Nylon-Fischernetzen dauert es sogar bis zu 600 Jahre! Des Weiteren besitzen Kunststoffpartikel die Eigenschaft giftige Chemikalien zu binden, was bedeutet, dass Plastikteile, die von Mensch und Tier in Form von Nahrung aufgenommen werden, einen hohen Schadstoffgehalt aufweisen.

Aber woher kommt der ganze Müll überhaupt? 20% des Plastikmülls in den Meeren stammt von Fischernetzen, Schiffsgütern, Strandabfällen und illegaler Müllentsorgung auf See. Zu 80% gelangt jedoch der Plastikmüll aus unseren Flüssen in das Meer. Die Flüsse werden gespeist durch Bäche und diese wiederum durch Straßengräben oder Rinnsteine. Wer also heute bei einer Autofahrt über ein ländliches Gebiet, weit abseits eines Flusses unbedarft eine Plastikflasche aus dem Auto wirft, kann sie theoretisch nach ein paar Wochen am Strand von Helgoland wieder angespült finden.

Darum bittet der NABU alle Freunde der Natur und der sauberen Urlaubsstrände, keinen Müll, und sei es nur ein Zigarettenfilter, in die Natur zu werfen! Wenn ihr zum Picknick ans Wasser fahrt oder in den Wald, dann nehmt den Müll immer wieder mit und entsorgt ihn zu Hause oder in öffentlichen Abfalleimern! Helft alle mit, die Welt nicht noch mehr zu verdrecken! Ihr könnt natürlich auch auf Plastiktüten oder Einwegflaschen verzichten, sodass Plastikmüll erst gar nicht entsteht.

Ralf Külker

 

Weitere Infos: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/

Natur trifft Kultur

Böckstiegelhaus
Böckstiegelhaus

Böckstiegelhaus

Frau Pagenkemper erläutert die Sieke

Frau Pagenkemper erläutert die Sieke

“Natur trifft Kultur”

unter diesem Motto lud der NABU-Kreisverband am 16.08.2015 zu einer Exkursion in die Sieken-Landschaft des Ravensberger Hügellandes bei Werther ein.

Unter fachkundiger Führung von Frau Pagenkemper, Kreis Gütersloh, wurde bei einer rund 4,5 km langen Wanderung die Besonderheit der Sieke, flache Täler mit Entwässerungssystemen, die nur als Grünland genutzt werden können, angegliederte Gehölze, z.T. Bruchwälder und fruchtbare Ackerflächen auf den Kuppen erläutert. Auch ein Abstecher zur Deppendorfer Mühle wurde gemacht.

Deppendorfer Mühle, Wilhelm Gröver erläutert

Deppendorfer Mühle, Wilhelm Gröver erläutert

Bei der anschließenden Besichtigung des Böckstiegel-Hauses wurde klar, dass viele Bilder in dieser Umgebung entstanden und Motive wieder zu erkennen sind. So wurden immer wieder Ackerszenen oder Gehölze mit Gebäuden gemalt. Auch die Deppendorfer Mühle war Inspirationsort.

Beim abschließenden Kaffeetrinken wurde dann noch der geplante Museumsneubau am Böckstiegelhaus erläutert.

 

Unterwegs

Unterwegs